Fahrt des Heimatvereins nach Nebra, zur Arche

und zur Fundstelle der Himmelsscheibe am 24.8.2008

Artikel im "Calbenser Blatt" 10/08

 

Vortrag von Prof. Dr. Gunnar Müller-Waldeck am 30.8.2008 in der Heimatstube Calbe über die berühmte völkerverbindende Fahrt Gustav Hartmanns vor 80 Jahren

Artikel im "Calbenser Blatt" 10/08

Artikel in der "Schönebecker Volksstimme" vom 4.9.2008

 

 

Eröffnung der Bilder-Ausstellung

der Malerinnen R. Däumichen u. B. Baage

am 13.9.2008 in der Großen Galerie der Heimatstube

Artikel im "Calbenser Blatt" 10/08
Die beiden ausstellenden Malerinnen Der scheidende Galerieleiter Hans Both
 

 

"Die Spur der Steine - Ornamente und Skulpturen aus Calbes Vergangenheit"

Stadt-Rundgang des "Reitermännchens von Calbe" am 27.9.2008

Artikel in der "Schönebecker Volksstimme" vom 30.9.2008

 

 

Frau und Herr Steinhausen, beide Nachfahren des Brumbyer Oberpfarres und Superintendenten Werner Steinhausen, besuchten am 1. November 2008 Calbe und die Heimatstube.

Werner Steinhausen (1504-1588) war ein Wegbereiter der Reformation in unserer Gegend und ein Freund Philipp Melanchthons. Unter dem Schutz der Barbyer Grafenfamilie schlug Werner Steinhausen einen gemäßigt-protestantischen (philippistischen) Weg ein. Sein Sohn Matthias Steinhausen (1541-1593), der in Calbe zweiter Pfarrer war, wurde wegen „kryptocalvinistischer Ansichten“ hart bedrängt (s. Station 4 der Website „Stadtrundgang…“).

 

 

Weihnachtsausstellung in der Heimatstube Calbe    Eröffnung am 07. Dezember 2008

Traditionell wurde vom Heimatverein auch 2008 eine Weihnachtsausstellung in der Heimatstube gestaltet. Dazu wurden als Partner der Anhaltinische Modellbahnclub Bernburg (bereits zum 5. Mal) und die Kita "Zwergenland" gewonnen. Mit Unterstützung dieser Partner und durch vereinsinternes Aufkommen konnte die Ausstellung am 07.12.2008 der Öffentlichkeit präsentiert werden. Zum Weihnachtsmarkt in Calbe vom 12.-14.12.2008 wurden beispielsweise ca. 200 kleine und große Gäste begrüßt. In der Vorweihnachtszeit haben bisher einige Schulklassen in der Heimatstube an weihnachtlichen Lesungen und Besichtigungen der Ausstellung teilgenommen. Die Ausstellung ist noch bis 06.Januar zu den üblichen Öffnungszeiten zu besichtigen. Nachfolgend einige Impressionen aus der Heimatstube im weihnachtlichen Glanz.

Vfrdn. Mikolait und Tiemann zur Eröffnung

Blick in die Weihnachtsausstellung

Die Modellbahn in der Größe II m

Reges Interesse bei der Eröffnung Basteln mit dem AMC Groß und Klein spielen gern

 

Die letzte Veranstaltung im Jahre 2008 war ein Spiel- und Bastelnachmittag mit Marie, Vanessa, Victoria und Paula aus Calbe 
 Basteln mit Walter Die erste Girlande ist fertig  Hallo 2009 war der Titel eines Plakate

 

Veranstaltungsübersicht 2009

Auch im Jahre 2009 organisierte der Heimatverein Calbe für seine Mitglieder und Gäste ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Vereinsprogramm. Hier eine chronologische Folge der Veranstaltungen:

23.01.09

Der Vereinsfreund Hans Schwachenwalde eröffnete traditionell das Veranstaltungsjahr Nr. 37 mit einem Vortrag zur "Stadtgeschichte Calbes der 70er Jahre". Dieser Vortrag gehört zu einem Zyklus der Nachkriegsgeschichte unserer Heimatstadt und ruft uns vergangene und vielleicht noch nicht bekannte Geschehnisse des alltäglichen Lebens in unsere Gegenwart zurück.

13.02.09

Dieser Freitagabend wird allen Teilnehmern des Vortrages "Heimische Mundart" gehalten von Herrn Olaf Thäder aus Bernburg sicherlich in Erinnerung bleiben. Denn es wurde herzlich über die Geschichten in seiner nicht gerade hochdeutschen Aussprache, eben Dialekt, gelacht. Hier wurde dem "kleinen" Mann aus Anhalt mal so richtig aufs "Maul" geschaut und von Herrn Thäder original getreu wieder gegeben.

          Herr Thäder stellt sein neues Mundartbuch vor

07.02.09 - 29.03.09

In diesem Zeitraum stellte der Hobbymaler Herr Horst Petrie seine Bilder, meist Aquarelle, in der Heimatstube in der "Neuen Galerie" aus. Seine Bilder spiegeln Naturbeobachtungen vorrangig in der Tierwelt, detailgetreu und farbenfroh wieder. Diese Ausstellung war eine organisatorische Zusammenarbeit des Heimatvereins mit dem sozio. - kulturellen Zentrum "TREFF" in Schönebeck. Diese Zusammenarbeit soll bei folgenden Veranstaltungen weiter gepflegt werden.

27.03.09

Der Kilimandscharo mit seinem Schnee bedeckten Gipfel, war Ziel eines Dia - Vortrages mit dem uns Herr Eckhard Schulz aus Grabow in das entfernte Afrika entführte. Wir lernten das schöne Land Tansania und den Wunderberg der Tropen mit seinem weißen Dach kennen. Alle Teilnehmer waren von der spannenden Erzählweise des Herrn Schulz gefesselt und am Ende des Vortrages glücklich und erschöpft den Kilimandscharo mit ihm visuell und akustisch erklommen zu haben. So erlebnisreich kann ein Vortrag sein!

09.04.09

Der Gründonnerstag ist bei unseren Vereinsfreunden und Gästen ein fester Termin im Veranstaltungsplan, denn jedes Jahr findet dann unser "Traditionelles Bollwurstessen" nur hier original in Calbe und das schon seit 31 Jahren statt. Die Karten zur Veranstaltung gehen weg wie "warme Semmeln", und nur hier wird sie behandelt wie eine wahre Königin, die "Calbenser Bollwurst". Sie wird reichlich verzehrt und mit einem musikalischen und kabarettistischen Programm umrahmt. Dies ist allerdings nur unter Mithilfe von Sponsoren und Helfern möglich. Stellvertretend bedanken wir uns in diesem Jahr bei der Firma " Eichholz" aus Schönebeck für die Bollwurst, bei der Agrargenossenschaft Calbe Herr Tischler für die "Bollen- Dekoration" und bei Ulrich Wurbs aus Calbe für die Überreichung der alten Innungsfahne der hiesigen Fleischer von 1929.

Übergabe der Innungsfahne im Beisein der Ehrengäste

18.04.09-31.05.09

Überrascht und begeistert waren wir vom Elan und dem Können der Senioren-Malgruppe der AWO Magdeburg unter Leitung von Herrn Bernd Morgenrot. Da die Gruppe aus 8 Hobbykünstlern besteht, wurde den Besuchern der Ausstellung eine breite Palette verschiedener Maltechniken und sogar Keramikarbeiten in der Ausstellung präsentiert. Aquarelle und feinste Seidenmalerei, sogar bemalte Emueier waren ein echter Hingucker.

24.04.09

"Reisen bildet", dieser Spruch beinhaltet viel Wahrheit. Dies bewies uns Herr Dr. Harro Tiemann mit seinem Dia-Vortrag "Kanada mit der Wasserstraße "Inside - Passage". Der gebürtige Calbenser arbeitet als Reiseleiter und konnte aus erster Hand von den Naturschönheiten der Rocky Mountains bis zum Pazifik immer an der Kanadischen Küste entlang berichten. Die Gäste dieses Vortrages wurden mit auf eine Reise in den Westen Kanadas (British Columbia), nach Vancouver und Calgary genommen. Sie erfuhren von der Urbarmachung für landwirtschaftliche Zwecke, dem unendlich scheinenden Holzreichtum und insbesondere von der unvorstellbaren Schönheit dieser Landschaft Kanadas.

29.05.09

Herr Prof. Henry Bergmann von der Fachhochschule Anhalt in Köthen hielt einen sehr interessanten Dia-Vortrag mit dem Thema "Mühlenland Sachsen- Anhalt einst und heute". Viele interessierte Gäste waren erstaunt, über die sehr lange Geschichte der Mühlen, über ihre frühere wirtschaftliche Bedeutung und die Vielfalt der verschiedenen Mühlenarten. Mühlen ein Wahrzeichen für friedliche Regsamkeit und Sinnbild der "guten alten Zeit". Herr Prof. Bergmann, weis wovon er redet, er gilt als Fachmann auf diesem Gebiet und ist seit vielen Jahren im Vorstand des Arbeitskreises Mühlen e. V. Sachsen - Anhalt für die Öffentlichkeitsarbeit tätig. Der Kampf um den Erhalt und die Dokumentation der letzten Mühlen ist zu seinem Anliegen geworden.

05.06.09

Zum vierten Mal hielt Dieter Steinmetz vom Heimatverein Calbe einen Vortrag zu stadtgeschichtlichen Themen des Zyklus "Denkwürdiges und Kurioses in der Geschichte Calbes". Acht eigenständige Themen unserer ureigenen Geschichte stellte er den geschichtsinteressierten Teilnehmern vor und erläuterte auf fachlich fundierter Basis und mit der bekannten methodischen Qualität deren Inhalte. Dabei gelingt es ihm immer , z. T. fremdartig anmutende Sachverhalte auch für den Laien verständlich darzustellen. Die Bandbreite reichte vom Pestpfarrer von Calbe bis hin zu einem 800 Jahre alten pikanten ehelichen Gesetz. Nach diesen kurzweiligen 90 Minuten darf man sich auf Teil 5 im kommenden Jahr freuen.

06.06.09-05.07.09

Der Briefmarkenverein Calbe kann auf eine 60 jährige Vereinsgeschichte zurück blicken. Aus diesem Anlass präsentierte sich der Briefmarkenverein mit einem Querschnitt gesammelter Marken, Fachliteratur und Zeitdokumenten aus dem Gründungsjahr des Vereins in der Heimatstube in der "Neuen Galerie". Zum Jubiläum wurde ein Ersttagsbrief mit 2 verschiedenen Motiven aufgelegt, der unter den vielen Sammlern sehr begehrt war. Da an diesem Sonntag auch das traditionelle "Rolandfest" in der Saalestadt statt fand, nutzten besonders viele Besucher die Gelegenheit, die Ausstellung zu besuchen.

Königlicher Besuch zur Eröffnung der Briefmarkenausstellung

28.06.09

Der Heimatverein Calbe organisiert nicht nur für das geistliche Wohl seiner Vereinsfreunde und Gäste Veranstaltungen, sondern sorgt auch für leibliche Genüsse. Eine sehr beliebte und mittlerweile traditionelle Veranstaltung ist die Verkostung "Altcalbenser Gerichte" in der Gaststätte "Brauner Hirsch" Markt 13 in Calbe. Der "Altcalbenser Küchenzettel" besteht aus einfachen, deftigen und sehr schmackhaftem Essen, deren wichtigste Zutat die calbenser "Bolle" (Zwiebel) ist.

08.08.09-29.09.09

Das Ehepaar Erika und Hans Berg aus Schönebeck sind Hobbymaler in Vollendung, das stellten Sie mit Ihrer Ausstellung in der Heimatstube in der "Neuen Galerie" unter Beweis. In verschiedenen Maltechniken (Acryl, Öl und Pastell) stellten Sie Landschafts- und Naturbilder von Motiven Ihrer Heimat, sowohl auch aus weiter Ferne vor. Erwähnenswert ist auch die Tatsache, das Familie Berg zum Ende der Ausstellung das Ölbild "Calbenser Wasserfall" dem Heimatverein schenkte. Wir wünschen Beiden noch viel Spaß und Ideen bei ihrem Hobby.

 

  Erika und Hans Berg bei der Eröffnung- links Sara Lange

23.08.09

Der Heimatverein fährt mit 35 Teilnehmern und erstmalig mit FIDES -Tourist nach Tangermünde. Dort besichtigt man in einer Stadtführung den historischen Stadtkern mit Stephans - Kirche, Burg und einer gut erhaltenden Stadtbefestigung. Zum Mittag findet man sich in der Zecherei "St. Nikolai" ein und wird mit einem kleinen Tafelschmaus und Kuhschwanzbier bewirtet. Danach begibt man sich nach Schollene um dort die Mühlenbergbrauerei und das Heimatmuseum Schollene zu besichtigen. Alle Mitfahrer sind sich einig, das Tangermünde und das Gebiet um Schollene eine sehenswerte Region darstellen.

        Hhm das Kuhschwanzbier schmeckt lecker

02.10.09

Ein interessanter Vortrag mit dem Thema: "Der Südflügel des Mittellandkanals" wurde von Herrn Dirk Becker gehalten. Vor allem die technischen Informationen waren für die überwiegend männlichen Besucher von großem Interesse, so dass anschließend ein rege Gesprächsrunde entstand. Der Visionär Dirk Becker gab am Ende des Vortrages Beispiele dafür, welche positiven Perspektiven und Potenzen in der Vollendung der Arbeiten unserer Vorfahren für die wirtschaftliche und touristische Entwicklung der mitteldeutschen Region liegen könnten.

 

04.10.09-22.11.09

Am 04.10.2009 wurde um 16.00 Uhr in der "Neuen Galerie" der Heimatstube die Ausstellung "Die Wende-Geschehnisse von Berlin bis Calbe" eröffnet. Neben einer 20-teiligen professionell gestalteten Plakatdokumentation von Albrecht Ecke sind Zeitzeugnisse von Privatspendern, Dokumente aus dem Nachlass des "Neuen Forums Calbe" und ein 6-teiliger Zyklus mit Kupferarbeiten des Calbenser Künstlers O. Plönnies zu sehen. Musikalisch wurde die Veranstaltung mit 3 Liedern des aus Halle stammenden Texters und Musikers Paul D. Bartsch von der CD "Akustisch" begleitet. Unter den 45 Teilnehmern der Eröffnung waren auch ehemalige Mitglieder des "Neuen Forums Calbe". Erfreulicherweise werden auch heute noch Zeugnisse aus dieser bewegten Zeit gespendet.

Waren damals aktiv im Neuen Forum Calbe- Dieter Bollmann,  Klaus Pfesdorf, Wolfgang und Karin Dietrich und Gerd Pfesdorf

 

15.11.09

Besuch der Heimatfreunde im Kulturhistorischen Museum Magdeburg um die aktuelle Ausstellung "Aufbruch in die Gotik" zu besich-tigen

19.11.- 03.Jan. 2010

Am Sonntag, den 29.11.09 um 16°° Uhr wird unsere Weihnachtsausstellung in der Heimatstube eröffnet. Modelleisenbahnanlage, weihnachtliches Spielzeug und eine festlich geschmückte "Neue Galerie" erwartet  seine Besucher.

 

02.12.09

      Gruppenfoto im Kulturhistorischen Museum   Die große Modeleisenbahnanlage des AMC BBG                  Chor der Herderschule

Das traditionelle "Speckkuchenessen" als interne Veranstaltung des Heimatvereins Calbe beendet wie jedes Jahr die Veranstaltungsvielfalt des Heimatvereins und ist ein Dank an alle Vereinsmitglieder.

 

Allen Vereinsmitgliedern und Mitstreitern, sowie Sponsoren und Geschäftspartnern wünscht der Vorstand des Heimatvereins Calbe ein harmonisches Weihnachtsfest, einen fröhlichen Jahresausklang und ein "Gutes Neues Jahr 2010".

                                                                     Veranstaltungsübersicht 2010

22.01.10

Der Heimatverein Calbe (Saale) e. V. läutete das 38. Vereinsjahr mit einem Vortrag mit Hanns Schwachenwalde ein. Als Thema hatte er sich die Entwicklung des Schulwesens in Calbe ausgesucht. Wegen der kalten Witterung wurde die "Neue Galerie" hergerichtet und mit Zeugnissen der Schulentwicklung, wie Schulfahne, Pausenglocke, alten Klassenbüchern u. a. dekoriert. In diesem entsprechenden Ambiente fand dann die "Schulstunde" statt. Auf Grund des umfangreichen Manuskriptes entschloss sich Hanns Schwachenwalde, den Vortrag zu teilen. An diesem Abend berichtete er über den Zeitraum von 1374 (erste Erwähnung schulischer Angelegenheiten) bis zum Jahre 1900.  siehe Foto unten

23.01.10 - 26.03.2010

Unter der Überschrift "Malen ist Dankbarkeit" wurde in der "Neuen Galerie" der Heimatstube in Calbe die 1. Ausstellung im neuen Jahr, mit 43 Arbeiten der Hobbymalerin Monika Knopf, gestaltet. Nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben entdeckte Frau Knopf ihr Interesse an der Malerei. Sie belegte verschiedene Kurse und konnte sich dadurch stetig weiter entwickeln. Bei der Ausstellungseröffnung waren zahlreiche Freunde, Malerkollegen und Heimatfreunde zugegen. Die ausgestellten Bilder unterstreichen ihre positive Lebenseinstellung, die sich auch darin äußert, dass sie viel lächelt und jedem mit Herzlichkeit und menschlicher Wärme begegnet. Musikalisch wurde die Eröffnung von Daniel Wolfram am Keyboard begleitet.  siehe Foto unten

12.02.2010

In diesem Jahr jährt sich zum 200. mal der Todestag von Königin Luise von Preußen. Zu diesem Anlass erhielt der Heimatverein das Angebot eines Vortrages mit dem Magdeburger Reisejournalisten H. J. Krenzke. Zum o. g. Thema. Herr Krenzke ist in Calbe kein Unbekannter, seit vielen Jahren ist er hier Gast mit seinen Vorträgen. Bevor man sich am Tage des Vortrages in der Heimatstube traf, stattete man dem Luisenstein im Verschönerungsweg einen Besuch ab. Unter frisch gefallenen Schnee versteckt, musste die Kupfertafel erst freigelegt werden. Es war erstaunlich, wie leicht uns feinfühlig der Referent die vielen Geschichtsdaten, Verzweigungen im Hochadel, Lebensstation mit persönlichen Details zum Leben von Luise verbinden konnte.  siehe Foto unten

Schulstunde mit Lehrer Hanns Schwachenwalde

Die Malerin M. Knopf mit Heimatbild

Herr Krenzke am Luisenstein

19.03.2010

An diesem Abend fand ein interessanter Vortrag zur Technikgeschichte statt. Enrico Schulz hielt einen Vortrag über den Dessauer Automobilbaupionier "Friedrich Lutzmann". Er war durch einen Fernsehbeitrag auf Lutzmann aufmerksam geworden. Lutzmann wurde am 5. April 1859 in Nienburg an der Saale geboren. Er erlernte den Beruf eines Bauschlossers und siedelte sich nach etlichen Wanderjahren in Dessau an. Im Jahr 1893 hatte F. Lutzmann seinen ersten Kontakt mit dem Automobil, was für viele weitere Jahre sein Hauptbetätigungsfeld werden sollte. Höhepunkt dieser Entwicklung war ab Januar 1899 die Zusammenarbeit mit der Firma Adam Opel in Rüsselsheim, wo er zwei Jahre als Direktor arbeitete. Am 18.03.1929 las Lutzmann in der Zeitung, dass die Gebrüder Opel 80 Prozent ihrer Aktien an die amerikanische Firma "General Motors" verkauft hatten. Am 30.4.1930 starb Friedrich Lutzmann.

   Enrico Schulz- ein engagierter Referent und Technikfreund   Das besondere Dokument        Humor im Doppelpack-J.Lemke und Vfrd.R. Hädecke 

01.04.2010

Kein Aprilscherz, im wahrsten Sinne des Wortes, war die Durchführung des 33. "Traditionellen Bollwurstessens". Im Hotel zur Altstadt fanden sich zahlreiche Bollwurstfreunde zum geselligen Vereinshöhepunkt ein. Neben der echten Calbenser Bollwurst, von der Fleischerei Eichholz in Schönebeck, war ein Hauptprogramm, ein Aprilscherz und eine lustige Zugabe vom Verein organisiert wurden. Josefine Lemke, Humoristin aus Eggersdorf, war nach 15 Jahren Abstinenz wieder einmal Gast beim Heimatverein. Als Aprilscherz präsentierte der Heimatverein ein Dokument, worin bestätigt wurde, dass im Mantel von Erzbischof Wichmann, dessen Sarg Anfang des Jahres im Magdeburger Dom ausgegraben wurde, das Calbenser Stadtwappen eingewebt, gefunden wurde. Erzbischof Wichmann von Seeburg war bekanntlich während seiner Regentschaft ein Förderer der Stadt. In der Programmpause ergriff unser Vereinsfreund R.Hädecke das Wort und brachte besten Mutterwitz in Sachen Bollwurst zu Gehör. Sein Gedicht " Warum gibt es in Calbe keine echte Bollwurst mehr", war ein köstlicher Spaß. Dafür erhielt er nicht nur vom Publikum, sondern auch von J. Lemke viel Applaus und Anerkennung.

17.04.-11.06.2010

Eine Doppelveranstaltung fand an diesem Nachmittag vor zahlreichen Gästen in der Heimatstube statt. Im Teil 1 wurde die Ausstellung des im vergangenen Jahr verstorbenen Hobbymalers und Hobbyfotografen Friedrich Tandler eröffnet. Im Beisein von Ehefrau Irmgard Tandler, die das Material zur Verfügung gestellt hatte, hielt der Calbenser Künstler Otto Plönnies die Laudatio. Der Teil 2 war die offizielle Präsentation des Buches " Vom Königshof  Caluo 936 bis zur Kreisstadt Calbe 1919" des Autors Vereinsfreund Dieter H. Steinmetz. Mit diesem Buch krönt Vfrd. Steinmetz sein bisheriges heimatgeschichtliches Engagement. Er hat in neunjähriger intensiver Arbeit das vorliegende Buch verfasst und wie er selbst betonte, auch mit Blick auf die  im Jahre 2011 bevorstehende 1075- Jahrfeier der Ersterwähnung Calbes, war es an der Zeit, den interessierten Lesen einen neue, den Anforderungen unserer Gegenwart entsprechende Stadtgeschichte vorzustellen. Besonderen Dank gebührt der Firma Grafisches Centrum Cuno GmbH & Co.KG,Calbe, insbesondere dem Geschäftsführer M.Cuno, die relativ kurzfristig und in hoher Qualität, den Druck des Buches realisierten. Zahlreiche Stadtgeschichtsbegeisterte nutzten die Präsentation zum Signieren des Buches, welches schon heute als Erfolg gewertet werden kann. 

           Frau Tandler vor dem Ausstellungsplakat    Das Plakat zur Ausstellung                  Der Autor beim Signieren des Buches

14.05.2010

Zum Thema "Der Ausbau der Saale und der Einfluss auf die Elbe" hielt Dipl. Ing. i. R. H. Faist aus Magdeburg einen interessanten Vortrag in der Heimatstube.Mit Hilfe von Folien erläuterte er die historische Entwicklung der Saale als Wasserstraße, den Ausbau, beginnend in der 39er Jahren bis zum heutigen Bearbeitungszustand. Konkret bedeutet das, von 413 km Streckenlänge der Saale sind 162 km schiffbar, davon von Trotha bis Calbe für 1000-Tonnen-Schiffe bei 2,30 m Wassertiefe im Durchschnitt. Leider fehlten die letzten 20 km Ausbau von Calbe bis zur Mündung. Dieser Zustand ist mittlerweile seit Jahren Zankapfel zwischen Ausbaugegnern und Ausbaubefürwortern.In der anschließenden Diskussion wurden Pro- und Kontraargumente sachlich gegenüber gestellt. siehe Foto unten

       Herr Faist am historischen Kontrollpunkt   Gast beim Heimatverein-der Roland von Plötzky         Die Gebrüder Klamm als Brotbäcker

28.05.2010

Vfrd. Dieter Steinmetz hielt ein weiteren PowerPoint-Vortrag zur Thematik "Denkwürdiges und Kurioses der Geschichte Calbes". Dieser Vortrag wurde aufgezeichnet und auf DVD gebrannt.

20.06.2010

Zum 16. Rolandfest wurde neben Öffnung der Heimatstube zum ersten Mal Brot gebacken, was auch in Form von Butter-, Quark- und Fettstullen verkauft wurde. Dazu wurde eine Hütte links neben den Lehmbackofen positioniert, wo der Verkauf stattfand. Es wurden bei 2 Backvorgängen insgesamt 20 Brote gebacken und ein Teil davon verkauft. Allgemein kann eingeschätzt werden, dass die Backtechnologie beherrscht wurde und das dieses Angebot unter den Besuchern und Gästen einen guten Anklang fand. Besonderen Dank gilt folgenden Personen: Bettina Otto, Dieter Steinmetz, Jens Klamm, Marion Klamm und Gisela Levin.  siehe Fotos oben

01.08.2010

Die alljährliche Busfahrt führte zur ältesten Stadt Sachsen-Anhalts, nach Aschersleben. Dort besichtigten die Teilnehmer die historische Altstadt und die Landesgartenschau.

10. 09.2010

Für eine Buchlesung konnte der Schriftsteller Siegfried Maaß gewonnen werden, der aus seinem neusten Roman " Im Schatten der Milchstrasse" las und im Anschluss Fragen beantwortete. 

                Herr Maaß ein seiner Lesung  Frau Berfelde mit der 2. Klasse der Goetheschule      Herr Dr. Ziegeler erklärt den Monarchfalter

03.09-18.11.2010

In diesem Zeitraum wurden in der Galerie der Heimatstube zwei Ausstellungen zu naturkundlichen Themen gezeigt. Den Anfang machte die Ausstellung "Willkommen Wolf" und "Waldohreule", deren Eröffnung am 3.09.10 stattfand. Anhand von gut gestalteten Tafeln konnte sich der Besucher mit der Problematik der Wiederansiedlung von Wölfen in Deutschland und dem Leben der Waldohreule vertraut machen. Sehr engagiert bei der Vorbereitung und Durchführung dieser Thematik zeigte sich Vereinsfreundin Sigrid Berfelde, die einige Schulklassen durch die Ausstellung führte. Leider musste die Wanderausstellung nach 2 Wochen abgebaut werden. Dafür wurde nach kurzer Pause am 18.09.10 die Naturausstellung Nr.2 mit dem Titel "Einblicke in die in die Kleintierwelt zwischen Wartenberg und mittlerer Elbniederung" eröffnet. Als Partner stand dem Heimatverein Herr Dr. med. Jürgen Ziegeler zur Seite, der sowohl die inhaltliche, wie auch die gestalterische Aufbereitung der Ausstellung übernommen hatte. Herr Dr. Ziegeler, praktischer Arzt in Calbe, betreibt das Hobby der Naturbeobachtungen mit Schwerpunkt Tagfalternachweise seit 1976.

    Eine gelungene Premiere zur Handballgeschichte   Ein Blick in die Erdgeschichte mit Dr. K-H Tiemann

19.11.2010

Viele Bürger denken, dass die Tradition des Handballspiels in unserer Stadt mit den Erfolgen in den 1950er Jahren begann. Das ist weit gefehlt. Reinhard Hädecke, ein treuer Anhänger dieser Sportart und Mitglied des Heimatvereins recherchierte in den Stadtarchiven von Calbe und Schönebeck und fand heraus, dass die Anfangsjahre des Handballsportes in unserer Stadt gut 30 Jahre weiter zurück liegen. Dabei kam so viel Material zusammen, dass er sich entschloss, die ersten 10 Jahre von 1922 bis 1932 in einem Vortrag darzustellen. Diesen Vortrag hielt er im November 2010 in der Heimatstube. Dabei kamen viele interessante Details über den Handball allgemein in Deutschland ab 1915/17 und speziell seine Entwicklung in Calbe ab 1922 zur Sprache. Ein toller Vortrag, der seine Fortsetzung finden wird. Danke Handballfreund Hädecke

03.12.2010

Der letzte Vortrag im Veranstaltungsjahr 2010 war ein Reisebericht von Dr. Klaus-Harro Tiemann über die größte Vulkaninsel der Erde- Island. Der gebürtige Calbenser, der im Bildungstourismus arbeitet und schon einige Vorträge in Calbe hielt,  hat seit 4 Jahren beruflich auch in Island zu tun. In sehenswerten Fotos, gepaart mit fachlich fundiertem Wissen, erfuhren die Zuhörer viel über den Vulkanismus, Tier- und Pflanzenwelt, die Geschichte und aktuelle ökonomische und gesellschaftliche Verhältnisse des Landes. Als Geschenk erhielt der Verein Originalasche vom Eyjafijallajökull, dem Vulkan, der 2010 für das Verkehrschaos am Himmel gesorgt hatte.

 28.11.10 - 09.01.2011

Vom 28.11.2010 bis 09.01.2011 war in der Heimatstube Calbe die traditionelle Weihnachtsausstellung 2010 aufgebaut gewesen. Neben Altbestand gab es auch einige Neuerungen. An erster Stelle ist die Neukonzeption der Modellbahnanlage zu nennen. Durch unseren Partner, dem Anhaltinischen Modellbahnclub Bernburg, wurde eine robuste, zum Anfassen geeignete Eisenbahnplatte in der Größe "Gartenbahn" angefertigt. Als weiteres Novum konnte Herr Uwe Heil, Regionalvertreter des Spielzeugherstellers „Fa. Bruder“ gewonnen werden. Seine Fahrzeugmodelle, ebenfalls alle zum Spielen geeignet, fanden großen Anklang. Als dritter Partner wurde die AWO-Kita „Haus des Kindes“ mit ins Boot geholt, die Spielzeug und selbst gebasteltes Dekomaterial zur Ausstellung beitrugen. Angebote an Schulen und Kitas zum Besuch der Ausstellung, incl. kleinem Programm wurden gut angenommen. An dieser Stelle sei allen Helfern noch einmal herzlich gedankt. Jetzt heißt es wieder 11 Monate warten. siehe Fotos unten

                                                                            Veranstaltungsübersicht 2011

28.01.2011                                                                                                                                                                       

 

Die Veranstaltungssaison 2011 in der Heimatstube begann wieder mit einem Vortrag von Vereinsgründer Hanns Schwachenwalde, der sich für diesen Abend den Titel "Die Geschichte der Ziegeleien in Calbe" aussuchte. Zum allgemeinen Erstaunen waren der Einladung 37 Interessenten gefolgt, u. a. auch Beschäftigte des Hörzirkels, die für Sehbehinderte und Blinde Themen aller Art auf CD bannen. In seinem Vortrag gab Vfrd. Schwachenwalde einen kurzen historischen Abriss von 9 ehemaligen Ziegeleien, die es in Calbe und der Gemarkung Calbe gegeben hat. Die letzte ihrer Art mit dem Namen "Calbenser Hohlsteinwerke" war noch bis 1975 in Betrieb. Sie lag in der Salzer Strasse und musste Mitte der 90er Jahre einem Supermarkt weichen.                                 

 

29.01.2011-27.03.2011

Die erste Ausstellung 2011 gestaltete der Schönebecker Künstler Dietrich Punken mit seinen Bildern in unserer Heimatstube. Bei der Eröffnung am 29.01.2011 hielt Helmut Hubbert vom Treff Schönebeck die Laudatio. Darin erfuhren die anwesenden Kunstfreunde, das Dietrich Punken Plakatmaler in Magdeburg gelernt hatte und leider später nicht zum Studium zugelassen wurde. Der Grund: seine eingereichte Arbeit zeigte einen Mercedes vor einem Fachwerkhaus mit der Unterschrift " Tradition verpflichtet ". Später ging D. Punken in den Westen und arbeitete als Architekturzeichner. Er hauchte einfachen 2-D Vorlagen Leben ein, das daraus tolle dreidimensionale Zeichnungen entstanden, die auch kleinste Details wiedergaben. Mittlerweile lebt er in Schönebeck, ist Rentner und malt in verschiedenen Techniken. Die  Eröffnung wurde musikalisch von Anna-Lena Schiemann von der Kreismusikschule begleitet.

     Der Künstler Dietrich Punken vor einem seiner Bilder     Das Ausstellungsplakat von D.Steinmetz     D. Punken im Gespräch mit der Malerin Monika Knopf

       

09.03.2011

Die Großtrappe war Thema eines Vortrages, den Thomas Bich als Landesbeauftragter für Naturschutz, Anfang März in der Heimatstube Calbe hielt. Die drei letzten Einstandsgebiete Deutschlands mit ca. 110 Exemplaren liegen in Brandenburg und grenzübergreifend in Sachsen-Anhalt, im Fiener Bruch. Das dritte Schutzgebiet ist der Wirkungsbereich von Thomas Bich, der dort seit Anfang der 90er Jahre aktiv am Projekt „Großtrappe" beteiligt ist. Thomas Bich verstand es ausgezeichnet Bild- und Fachinformationen miteinander zu verknüpfen, dass die anwesenden Naturfreunde ein umfassendes Bild von dieser Problematik erhielten. Besonders beeindruckend dabei waren die Aktivitäten für die künstlich erbrüteten Eier und die danach erfolgende Aufzucht der Jungvögel durch Menschenhand und spätere Auswilderung. Immer wieder wurde im Vortrag deutlich zum Ausdruck gebracht, dass bei einem respektvollen Wechselspiel zwischen Landwirtschaft und Naturschutz die Chancen gut stehen, für das Überleben der Trappe und weiterer Wiesenbewohner. Das Maxim von Thomas Bich „Artenschutz ist Lebensschutz" wurde wohl jedem Teilnehmer an diesem Abend deutlich vor Augen geführt.

Der Referent erhielt eine Flasche Trappenkräuter

 Interessiert lauschten die Teilnehmer dem Vortrag

24.03.2011

Die fast 6 Jahre Pause zwischen dem Mongoleivortrag und seinem Vortrag über seine Afrikareise, den er am 24. März 2011 in der Heimatstube nicht war zu spüren. Eigentlich war es wie immer, Thomas kam überpünktlich, baute seine solide Technik auf und dann konnte es losgehen. Mittlerweile hat er in unserer Region einen guten Namen und deshalb waren die Vorbehalte über mangelndes Interesse von Zuhörern völlig unbegründet. Als die Gästezahl sich der 60 näherte, war es eher umgekehrt. Der Vortrag selbst war in erwartender und überzeugender Qualität, tolle Bilder und eine Art zu erzählen, die das Publikum von Anfang bis zum Ende fesselt. Besonders überzeugend dabei ist die humanistische Grundeinstellung von Thomas, die sich wie ein roter Faden durch den gesamten Vortrag zieht. Bilder von Sehenswürdigkeiten sind eher selten, dafür ein Blick hinter die Kulissen und immer wieder Menschen, insbesondere Kinder. Sehr beeindruckend war ebenfalls die Vororthilfe für 2 Grundschulen in Addis Abeba mit Geld, was Thomas und Projektpartner in Deutschland gesammelt, im Gepäck mitgeführt hatte. Am Ende gab es viel Beifall und den Wunsch, auf ein Wiedersehen. Sechs Jahre werden wir nicht wieder warten, versprochen!

Das Neue aus dem Hause  Steinmetz erhältlich in der Heimatstube Calbe für 25,95

15.04.2011 

An diesem Abend stellte unser Vereinsfreund Dieter H. Steinmetz sein zweites Buch "Dirnen, Templer und Dämonen" vor. Der Autor selbst beschreibt sein Werk so: Diesmal sollte es aber in einer mehr lockeren Form gestaltet und quasi mit kleineren historischen Leckerbissen versehen sein, die sonst nicht vordergründig in eine Stadtgeschichte gehören, die uns aber interessanter und detaillierter den Lebensalttag unserer Vorfahren vor Augen führen können. So hat der Autor "Geschichten aus der Geschichte Calbes herausgesucht, die meist nicht länger als zehn Buchseiten sind, die es aber in sich haben. An diesem Abend konnte er alle Zuhörer vom Inhalt überzeugen und etliche Bücher verkaufen. Das Buch ist für 25,90 € in der Heimatstube erhältlich.

 1075 Jahre Geschichte im 90 Minuten Vortrag         Vorbereitung der Sonderausstellung    Grußwort des Bürgermeisters zur Eröffnung    Ein volles Haus zur Eröffnung am 03.06.2011

03.06.2011-19.07.2011

Das Rolandfest 2011 stand ganz im Zeichen des 1075 jährigen Stadtjubiläums. Eingeleitet wurden die Feierlichkeiten a) durch einen Vortrag von Vereinsfreund Steinmetz zu Höhepunkten unserer Stadtgeschichte und b) durch die Eröffnung einer Sonderausstellung in der Heimatstube. Dazu wurde ein repräsentativer Querschnitt zu den Themen: „1075 Jahre Calbe“, „60 Jahre erster Roheisenabstich“ und „30 Jahre Heimatstube“ im Galerieraum aufgebaut. Persönliche Einladungen ergingen an alle Heimatstübler von früher und heute und an die Mitglieder der Interessengemeinschaft „ Niederschachtofenwerk“. So konnten am Eröffnungstage über 70 Personen begrüßt werden. Mancher kam von weit her um in Calbe dabei zu sein. Durch den Vorsitzenden des Heimatvereins, Vfrd Uwe Klamm, wurden alle Anwesenden begrüßt und in großen Schritten mit der Ausstellung vertraut gemacht. Anschließend begrüßte Bürgermeister Dieter Tischmeyer die Gäste und betonte, dass die Ära des Eisenwerkes und die Schaffung der Heimatstube wichtige Meilensteine in der Geschichte der Stadt waren.

17.06.2011

Eigentlich war die Veranstaltung am 17. Juni 2011 in der Heimatstube als Buch Lesung geplant, wo der Autor Heinz Ulrich aus Calbe, sein Buch“ Die Infanterie-Division Scharnhorst“ vorstellen wollte. Herausgekommen ist ein Vortrag, der die Geschehnisse des Kriegsendes in Calbe, Barby und über Elbe zum Inhalt hatte. Heinz Ulrich beschäftigt sich seit 1998 mit dieser Thematik, besuchte regelmäßig Soldatentreffen in Walternienburg und anderenorts und recherchierte in alle Richtungen. Das Wissen dieses Abends auf Originaldokumenten der amerikanischen Streitkräfte und von Aufzeichnungen ehemaliger Angehöriger der Division „Scharnhorst“. Der Vortrag war mit zahlreichen Fotodokumenten untersetzt, sodass die Zuhörer dem Geschehen gut folgen konnten. In einer regen Diskussion berichteten u. a. Zeitzeugen von ihren Erfahrungen und konnten so den Vortrag noch ergänzen.  Insgesamt war erfreulich, das es auch 66 Jahre nach Kriegsende noch ein großes Echo zu diesen geschichtlichen Ereignissen gibt. Eine gelungene Veranstaltung und ein dickes Lob für den Referenten.

               Frau Schulz erklärt ihre Bilder               Heinz Ulrich bei seinem Votrag

23.07.2011-15.09.2011

Am 23.07.2011wurde um 16.00 Uhr die Fotoausstellung unter dem Titel "Aufnahmen der anspruchsvollen, schlichten Schönheit" von und mit Agnes Schulz aus Frohse bei Schönebeck eröffnet. Für Agnes Schulz sind Fotos von Menschen eher selten. Sie findet Ihre Motive seít 1994 zumeist in der Natur oder in der näheren Umgebung von Frohse, dem sehr alten Ortsteil von Schönebeck, wo sie regelmäßig den dortigen Schrottplatz zur Motivsuche nutzt. Begonnen hat die diplomierte Agraringenieurin mit Malen und Zeichnen und fand dann Interesse an der Fotografie. Die Eröffnung der Ausstellung fand einen großen Zuschauerkreis. Musikalisch wurde sie von Werner Lenke mit anspruchsvollen Titeln umrahmt, die er mit seiner elektronischen Reisegitarre zu Gehör brachte.

09.09.2011 / 14.10.2011

Im zweiten Halbjahr fanden zwei interessante Vorträge in der Heimatstube statt. So konnten wir am 9. September den Heimatforscher Heinz Warnecke aus Pömmelte begrüßen, der bei uns seinen Vortrag "Bilder zeigen die Schrecken des Krieges" hielt.

  Heinz Warnecke Urgestein der Heimatgeschichte      Herr Freyer erklärt die Glockenaufhängung

Im Oktober begrüßten wir Joachim Freyer aus Schönebeck mit seinem Vortrag "Glocken in Geschichte und Gegenwart". Beide Vorträge vermittelten den Zuhörern interessantes, historisches Wissen.

24.09.2011-18.11.2011

Alone in the beauty of the world, zu deutsch "Allein in der Schönheit der Welt" lautete der Titel der 4. Ausstellung des Jahres 2011 in der Heimatstube Calbe. Diesen Titel gab der Fotograf Matthias Schroeter seiner Ausstellung mit 33 Fotografien, bei denen es sich um Langzeitbelichtungen handelt, die überwiegend monochrom präsentiert werden. Matthias Schroeter, Jahrgang 1981, ist eine so genannter Quereinsteiger, der seine Jugend in Calbe verlebte und später an der Fachhochschule Anhalt in Bernburg studierte. Vor einigen Jahren wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit und betreibt im Kloster Bernburg ein Atelier. Dort bietet er eine breite Palette an fotografischen Dienstleistungen an.

    Matthias Schroeter eröffnet seine Ausstellung in der Hst

27.11.2011-08.01.2012

Traditionell eröffnete der Heimatverein am 1. Advent seine diesjährige Weihnachtsausstellung. Neben Altbewährtem wie Spielzeug-Autos der Fa. Bruder, der Modellanlage des AMC Bernburg und vereinseigenem Spielzeug konnten weitere Partner (Kita Märchenland Calbe und der Heimatverein Unseburg e. V.) gewonnen werden. Besonders erfreut waren die Organisatoren über die kostenlose Leihgabe einer selbst gebastelten Pyramide der Fam. Lull aus Calbe. Zur Eröffnung waren zahlreiche Familien mit ihren Kindern erschienen. Bei Weihnachtsmusik und Glühwein verbreitete sich Weihnachtsstimmung in der Heimatstube. Am 7.12.2011 wird mit dem Speckkuchenessen (Weihnachtsfeier) das 39. Vereinsjahr beendet.

   Frau Uebe und ihr Dekoteam vom Kita Märchenland   Herr Lull mit Pyramide         Blick in die geschmückte "Neue Galerie"    Groß und Klein waren zur Eröffnung am 27.11.2011

22.12.2011

In Anlehnung an die Veranstaltung der Kindermuseumsnacht, die seit einigen Jahren mit Erfolg im Kreismuseum Schönebeck durchgeführt wird, wurde die Idee geboren, so etwas auch in Calbe zu probieren. Da das Haus, sprich die Heimatstube viel kleiner ist, auch in anderen Dimensionen. Am 22.12.2011 war es soweit, ab 15.00 Uhr waren sieben Damen im Alter von 8-11 Jahren unserer Einladung gefolgt. Sie erwartete ein abwechslungsreiches Programm, eben klein und fein. Neben Kennen lernen des Hauses, konnten sie basteln, sich auf Schiefertafeln in Süttelin üben, durften ein Wort im so genannten Buchstabensalat finden, hörten eine Spukgeschichte und durften eine Mutprobe absolvieren. Zwischendurch gab es Spezialpfannkuchen  und flotte Musik. Den Abschluss bildete ein kleines Feuerwerk. Alles in allem eine gelungene Premiere. Die Damen nahmen neben dem Selbstgebastelten auch ein kleines Geschenk mit nach Hause.

      Start zur ersten Kindermuseumsnacht           Die Spezialmutprobe- richtig gruselig              Ein Feuerwerk zum Abschluß

Allen Heimatfreunden und Sympathisanten in nah und fern wünschen wir ein Frohes Fest, Guten Rutsch und bis bald mal wieder in der Heimatstube !!

                                                                         Veranstaltungsübersicht 2012

14.01.2012

Am 14.01.2012 wurde in der Heimatstube Calbe die erste Kunstausstellung dieses Jahres mit Bildern von Dieter Schüler eröffnet. Herr Schüler, selbst Vorsitzender des Kultur- und Heimatvereins Schönebeck, ist in Calbe längst kein Unbekannter mehr. Erst im Dezember 2011 hatte er zur Vereinsweihnachtsfeier den Kulturteil mit dem Vorlesen von lustigen Geschichten übernommen. Mit der Ausstellung lernte man die andere künstlerische Seite des ehemaligen Deutsch- und Kunstlehrers kennen.

 
         D.Schüler eröffnet seine Ausstellung       H.Schwachenwalde-Sammler calber Mundart        Die Lachmuskeln wurden arg strapaziert

20.01.2012   

Die erste Veranstaltung des Heimatvereins Calbe 2012 im Bereich Vorträge übernahm zum wiederholten Male Hanns Schwachenwalde. Erwartet werden konnte eine gute Stunde Kurzweil mit woahren Jeschichten un Liejerreien aus Calbe. Besonders hörenswert, wenn sie auch in Calbe spielten und in Mundart vorgetragen wurden. Es ist allgemein bekannt, dass Hanns Schwachenwalde schon sehr lange diese gesammelt und aufgeschrieben hat und bei besonderen Anlässen zum Besten gibt. Dabei versucht er immer, sich der alten Sprachweise unserer Heimat zu nähern. Eines steht in diesem Zusammnehang fest, wie damals gesprochen wurde, kann man heute nicht mehr 100-prozentig nachkommen. Von sprachwissenschaftlicher Untersuchung ganz zu schweigen. Egal, diese Geschichten sind kostbares Kulturgut, die Vfrd. Schwachenwalde da zusammengetragen hat. Ob Jeschichten von Doktor Schiedaten oder Franz Rollen, ob woahr oder jeloren, das is doch vollkommen ejal, woja.     

13.03.2012

Der Bergbau hat in unserer Region eine lange Tradition und die Sanierung der Bergbaulandschaft ist schon seit gut  200 Jahren gesetzlich geregelt. Trotzdem verbinden viele Bürger mit Altbergbaugebieten den Begriff Mondlandschaften und Artensterben. Das dem nicht so ist, erfuhren die Teilnehmer eines Vortrages mit Uwe Nielitz, Hobbyornithologe aus Aschersleben. Dieser war einer Einladung des Nabu, OG Calbe gefolgt und hielt am 13.03.2012 einen sehens- und hörenswerten Vortrag in der Heimatstube Calbe. Die Region, die er vorstellte, war das Altbergbaugebiet um Nachterstedt. Mit Sachverstand und tollen Fotos zeichnete er ein Bild, wie sich die Natur ein Gebiet zurückerobert hat, vorausgesetzt, man lässt sie nach ihren eigenen Gesetzen schalten und walten. Mit dieser Renaturierung stieg auch die Artenvielfalt enorm an, wie die unzähligen Bilder bewiesen. Viel schlimmer als die Bergbauaktivitäten sind nach Meinung des Referenten die Auswirkungen der industrialisierten Landwirtschaft. Konkret führte er die Gepflogenheiten einer Art Monokultur und die zeitlich zu frühe Anwendung der chemischen Keule an. Es ist außerdem schwer verständlich, dass sich das Land Sachsen-Anhalt mit der Ausweisung von Naturschutzgebieten so schwer tut.

   Frau Bernau erklärt die Gestaltung eines Bildes                 Blick in die "Neue Galerie"             Die Ausstellung wird eröffnet

.          Rundgang durch die Ausstellung

31.03.2012

Die zweite Ausstellung in diesem Jahr wurde am 31.03.2012 in der Heimatstube Calbe eröffnet. Zu sehen sind Bilder von Ute Bernau, geb. Rau. Auf diesen Zusatz legte Frau Bernau als Ausstellerin besonderen Wert, denn sie ist in Calbe geboren und zur Schule gegangen. Der Kontakt zwischen Familie Bernau und dem Heimatverein kam vor gut 5 Jahren zustande, als das elterliche Grundstück (Fa. Edmund Herzog) in der Schlossstraße verkauft wurde. Der Verein erhielt die Möglichkeit eine Vielzahl von Werkzeugen u. a. für die Heimatstube kostenlos zu erwerben. Als dann später die Anfrage von Frau Bernau nach einer eigenen Ausstellung eintraf, gab es Zustimmung und die Frage nach dem Thema. "Bilder mit Naturmaterialien2 war die Antwort. Was sich konkret dahinter verbirgt, kann man nun in der Heimatstube sehen und bestaunen. Das Publikum zur Eröffnung, darunter nicht wenige regionale Künstler, waren sich einig, solch eine Art Naturmaterialien (Pflanzen aller Art), auf Leinwand zu präsentieren, war etwas völlig neues. Die Meinungen reichten von toller Idee bis gelungenes kreatives Kunstobjekt. Die Ausstellung spricht also nicht nur den Kunst- sondern auch den Naturliebhaber an! Gerade diese Mischung macht den Reiz dieser 47 Bilder aus. Eigentlich ein Muss für alle, die einen Blick für die Schönheit der Natur haben. Musikalisch unterstützt wurde die Eröffnung durch die Musikschule des Salzlandkreises, die mit Frau Meyer und ihrer Schülerin Hanna Quade zugegen war.

    R.Hädecke-Handballfan und exzellenter Erzähler    90 Jahre Handball      Interview mit Daniel Bischoff nach dem Vortrag

13.04.2012

Am 13.04.2012 fand der Rückblick in die Calbenser Handballgeschichte mit dem Teil 2 für den Zeitraum 19300 bis 1945 seine Fortsetzung. Vereinsfreund Reinhard Hädecke, Handballfan und Hobbyhistoriker, hatte wieder die Ergebnisse seiner Recherchen und Nachforschungen in einem hörenswerten Vortrag zusammengefasst. Klar gegliedert, hatte seine Ausführungen in allgemeine Nachrichten zur Entwicklung des Handballsports in Deutschland und in die speziellen regionalen Begebenheiten eingeteilt. Beide Faktengruppen standen immer in direktem Zusammenhang. Besonders nach 1933, als die Arbeitersportvereine generell verboten und jüdische Mitglieder vom Sport ausgeschlossen wurden, fand eine bedingungslose Unterordnung des Sports unter die neue nationale Bewegung statt. In Calbe fusionierten deshalb die beiden Turnvereine als Dachorganisationen aller Sportarten 1934 zwangsweise zum alleinigen Turnverein von 1861. Reinhard Hädecke verstand es wieder hervorragend, das spärliche Informationsangebot im regionalen Bereich, (es gibt kaum Fotos und eigentlich nur Zeitungsmeldungen), zu einem informativen Vortrag zusammen zu bauen. Mit der Nennung von Namen aktiver Sportler und Funktionäre, wie Berthold Fischer, Karl Lemke, Karl Kebbel, die Geschwister Meinel und Albert Peter, gab er seinen Ausführungen auch einen konkreten lokalen Bezug. ich hätte Vereinsfreund Hädecke zu seinem zweiten Vortrag einige Zuhörer mehr gewünscht, nicht nur wegen der Fleißarbeit und sporthistorischen Komponente, sondern aus Ehrfurcht vor den Sportlern, die in diesem sinnlosen Krieg ihr Leben lassen mussten. Denn der Sport in dieser Zeit hatte nun mal zwei Gesichter.

25.04.12

Zum wiederholten Mal hielt Herr K.H. Tiemann einen Vortrag über seine Reisetätigkeit in der Heimatstube Calbe, in diesem Fall hatte er sich selbst einen lang ersehnten Wunsch erfüllt und war als Tourist in Neuseeland unterwegs gewesen. Die Zuhörer erlebten wieder einen sehen- und hörenswerten Vortrag mit tollen Bildern gepaart mit fundiertem Wissen über Land und Leute. Er schaffte es sogar seinen selbstgesteckten Zeitplan einzuhalten und so war es noch möglich, nach der Veranstaltung das UEFA Champions League Halbfinale zwischen Bayern München und Real Madrid zu sehen. Herr Tiemann, seine Mutter ist übrigens Vereinsmitglied, ist stets ein gern gesehener Gast in der Heimatstube seiner Geburtsstadt Calbe.

     Herr Tiemann währen seiner Ausführungen
  Alle aktiven Vereinsmitglieder vor unserem Ofen      Susanne und Bettina bei der Teigherstellung                Kostprobe im Selbstversuch      Besuch eines anonymen Herrn mit Spezialrad

03.06.2012

Zum Rolandfest wurde nach längerer Pause wieder einmal Brot gebacken. Dazu bereiteten Bettina Otto, Susanne Schwachenwalde und Sylvia Bungers den Teig vor. Parallel dazu wurde durch Uwe Klamm der Lehmbackofen angefeuert und auf Temperatur gebrachte. Die neben dem Ofen aufgestellte Bude wurde wieder originell von Marion Klamm und weiteren Helfern dekoriert und der Verkauf der Stullen vorbereitet. In der Heimatstube waren die Heimatfreunde Eberhard Gorges, Dieter Steinmetz und Reinhard Hädecke präsent und erwarteten die Besucher. Gegen 14.00 Uhr hatte sich eine Gruppe vom Heimatverein Eggersdorf angemeldet. gegen 11.30 Uhr konnten die ersten Stullen mit Fett und Quark den Besuchern angeboten werden. Leider wurde das bunte Treiben am Nachmittag jäh von einem anrückenden Regengebiet und beginnendem Dauerregen unterbrochen, sodass der Hofbetrieb leider eingestellt werden musste. Insgesamt gesehen ist es dem Heimatverein trotz schmaler Personaldecke wieder gelungen aktiv am Rolandfest teilzunehmen. Allen Aktiven und Helfern sei an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt!

              Blick in die "Neue Galerie"       Die Eröffnungslaudatio liest Frau Berfelde

16.06.2012

Die dritte Ausstellung in der Heimatstube wurde am 16.06.2012 eröffnet. Sie ist von der Naturschutzbundortsgruppe Calbe gestaltet worden. Die Thematik gliedert sich in 2 Hauptthemen. Konkret wird über den Bienenfresser als "neue" Vogelart in unseren Breiten berichtet und dann kann man viel Interessantes über die biologische Vielfalt im Siedlungsbereich Dorf und Stadt, also unserem direkten Lebensumfeld, lesen und bestaunen. Der einsetzende Klimawandel und die stetig fortschreitende Versiegelung von Nutzfläche, führen dazu, dass sich auch Tiere und Pflanzen dieser Veränderung angepasst haben. Für uns Menschen bedeutet das, diese Veränderungen zu erkennen und unser Verhalten darauf einzustellen. In der Ausstellung erhält man dafür zahlreiche Anregungen. besonders geeignet ist das material, um bei Kindern und Jugendlichen für einen respektvollen Umgang zwischen Mensch und Natur zu werben. Der Heimatverein möchte sich an dieser Stelle für die Mitarbeit und Unterstützung bei der Nabu-Ortsgruppe Calbe bedanken.

      Eingang zum Museum       Rundgang durch die Keramikscheune    Schmackhafter Mittagstisch im Neuen

15.07.2012

Die diesjährige Busfahrt führte die Vereinsmitglieder und Gäste wieder einmal nach Halle. Dort wurde im Landesmuseum für Vorgeschichte die Ausstellung "POMPEJI- Katastrophen am Vesuv" besucht. Anschließend wurde Mittag gegessen in der neuen alten Gaststätte "Schad". Auf dem Rückweg wurde noch in der "Keramikscheune Spickendorf Halt gemacht. Als Busunternehmen wurde zum zweiten Mal " Münchs Charterreisen" in Anspruch genommen. Der Firmenchef höchstpersönlich saß am Steuer. Alles in allem ein interessanter Tagesausflug!

                Die Fotofreunde aus Köthen                   Wer kennt dieses Tier?                Blick in die Ausstellung     Musikalische Begleitung durch Andi Schneidewind 

27.07.2012

Der Heimatverein ist bekanntlich immer auf der Suche nach Ausstellern für die Galerie in der Heimatstube. Manchmal ist uns auch das Glück hold und potenzielle Aussteller melden ihr Interesse an. So geschehen mit den Fotofreunden aus Köthen, die im September 2011 der Eröffnung der Fotoausstellung von und mit Matthias Schroeter in der Heimatstube beiwohnten. So entstand ein Kontakt, der mit einer gemeinsamen Ausstellung, in dem Fall der aktuellen Ausstellung in der "Neuen Galerie" der Heimatstube gekrönt wurde. Unter der Überschrift "Fotofreunde aus Köthen stellen aus" sind die Fotos von Regina und Manfred Wecke, Andreas Rössler und Matthias Haltenhoff zu sehen. Bei der Motivwahl reicht die Auswahl von der Naturfotografie, speziell von makrofototechnischen Aufnahmen bis zur Landschaftsfotografie. Wer noch nie einen Maulwurf oder den selten gewordenen Hirschkäfer gesehen hat, sollte in die Heimatstube kommen und sich die Bilder anschauen. Bei der Eröffnung der Ausstellung am 27.07.2012 wurde schnell klar, dass die Hobbyfotografen auch engagierte Naturfreunde sind, die umfangreiches Fachwissen zu den fotografierten Objekten parat hatten. Nebenbei bemerkt wurde die Eröffnung erstmalig von Andi Schneidewind an der Gitarre musikalisch begleitet. Also 2 Premieren an einem Tag, wenn man so will. Bis 23. September ist die Ausstellung in der Heimatstube präsent.

27.9.2012

An diesem Tage eröffnete eine besondere Ausstellung zum Thema "Fossilien" in der Heimatstube. Der Hobbynaturforscher Peter Naujoks aus Förderstedt gestaltete diese mit selbst gefundenen und erworbenen Fundstücken. Seit seiner Kindheit interessiert diese Thematik und seit 3 Jahren betreibt er dieses Hobby intensiv. Bei der Eröffnung konnte fachmännisch Auskunft zu den  ausgestellten Zeitzeugnissen der Erdgeschichte geben.  

       Das Plakat zur Ausstellung           Ein Ammonit ca. 170Mio. Jahre alt

.Naujoks erklärt die Stücke

05.10.2012.

Haben Sie schon einmal Bäume im Akkord gepflanzt? Wohl kaum. Diese Geschichte als Baumpflanzer in Kanada gehörte mit zum Programm von Wolf Stein bei seinem Abend in der Heimatstube. Herr Stein, Jahrgang 1977, gehört zu den jüngeren Autoren, die Geschichten zu erzählen haben. In das Gästebuch schrieb er nach der Veranstaltung Z :“Die Welt ist wie ein Buch, wer nicht reist, liest nur eine Seite davon“ ZE. Stein war schon viel in der Welt unterwegs, nicht ausschließlich als Tourist, sondern auch einige Male als Arbeitnehmer, wie man heute sagt. So geschehen in Kanada als Baumpflanzer  oder in Australien als Rancher in einem Naturschutzprojekt. Neben tollen Bildern und interessanten Geschichten, gab es beim Vortrag Musikuntermalung, die er selbst produziert hatte. Diese Fähigkeit stammt noch von seiner Arbeit beim Sender SAW. Dort war er u.a. beim Aufbau des Senders “Rockland“ beteiligt. Die 2 Stunden der Lesung vergingen wie im Fluge. Wolf Stein ist ein Sympathieträger, dem man gern zuhört. Leider waren keine jungen Zuhörer wie geplant anwesend, obwohl auch in der Herderschule und im Gymnasium Plakate gehängt worden waren

           Wolf Stein mit seinem Didgeridoo     als Baumpflanzer in Kanada         Hans-Joachim Krenzke beim Vortrag                Fragestunde im Anschluss

26.10.2012

Zum Jahresausklang des Veranstaltungsgeschehens 2012 war der historische Publizist Hans Joachim Krenzke aus Magdeburg unser Gast. Im Gepäck hatte er den Diavortrag „Der Park von Sanssouci“. Da der Heimatverein im November dieses Jahres sein 40. Gründungsjubiläum begeht, siehe Link "Geschichte des Vereins", war dieser Vortrag sozusagen Abschluss einer fast 40 Jahre dauernden Veranstaltungsreihe. Im Rückblick der letzten 10 Jahre gehörte Herr Krenzke sogar mit zu den häufigsten Referenten. Sozusagen fast ein Heimspiel. Der Vortrag war wieder eine sehenswerte Fotoreise, so wie man es von früheren Vorträgen Krenzkes her kennt. Ihm gelang auch in diesem Fall eine gelungene Kombination zwischen aktuellen Fotos und der historischen Faktenlage. Da ja bekanntlich der ca. 280 ha große Park als Ensemble von Garten und Schlossbauten unter König Friedrich II. entstand, gab es reichliche Informationen zum Preußenkönig und seinem Leben. Besondere Erwähnung fand dabei die Person Friedrich des Großen als talentierten Musiker, Philosophen, weitsichtigen Monarchen und weniger als Feldherr. Ebenso wurden kurz Königin Luise und ihr Sohn Friedrich Wilhelm IV. erwähnt. Irgendwie passte der Vortrag auch in das diesjährige Jubiläumsjahr zum 300. Geburtstag von Friedrich II, was wohl nur zufällig war. Zum Schluss der Veranstaltung dankte der Verein Herrn Krenzke und gab der Hoffnung Ausdruck, diesen glänzenden Erzähler auch zukünftig begrüßen zu können.

02.12.12-06.01.13

Am 02.12.12 eröffnete der Verein die Weihnachtsausstellung 2012 in der "Neuen Galerie". Dabei konnte auf Bewährtes und Neues aufgebaut werden. Neben vereinseigenem Material und der bekannten Eisenbahnanlage des AMC BBG waren es folgende Leihgaben und Schenkungen:

- BQI Calbe stellte eine Ritterburg, ein Puppenhaus, Vogelkästen, Holzspielzeug und Dekosterne zur Verfügung

- Familie Georg und Gitta Hamm diverses Kleinspielzeug

- Familie E. Gorges hat in eine vorhandene Vitrine eine eigens gebaute Eisenbahnmodelanlage in Spurweite Z installiert

- Die Kitas "Sonnenschein" und "Haus des Kindes" bastelten Fensterschmuck und stellten Kindersitzmöbel zur Verfügung

- Herr Johann Preisler stellte seine selbst gebastelte Holzeisenbahn zur Verfügung

Allen Helfern sei an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt!

           Munteres Treiben in der Galerie            Tschüß - bis zum nächsten Jahr    Vereinsfreund H-E Gorges an der Miniaturplatte          Herr Preisler vor seinem tollen Model

Allen Heimatfreunden, Förderern und sonstigen Freunden des Vereins bzw. der Heimatstube ein Frohes Fest und ein gesundes Neues Jahr! 

                                                           Veranstaltungsübersicht 2013

18.01.2013

Vereinsfreund Hanns Schwachenwalde eröffnete die neue Vortragsreihe des Jahres 2013 mit dem Vortrag" Zuckerrübenanbau und Verarbeitung in Calbe". Er spannte den Rahmen sehr weit, erläuterte die Anfänge der Rübenzuckergewinnung, da Zucker noch im 17. Jh. eine wahre Kostbarkeit darstellte. Die erste Zuckerfabrik im Kreis Calbe wurde 1877 in Staßfurt errichtet. Weitere folgten, so auch in der Domäne Gottesgnaden und der Domäne des Schlosses Calbe, sowie eine Zuckerfabrik in der Bernburger Vorstadt. Der Zuckerrübenindustrie förderlich waren ebenfalls der fruchtbare Bördeboden und die Tatsache, dass Braunkohle als Heizmaterial zur Verfügung stand. Das Kapital zum Aufbau und das Betreiben kommt größtenteils von Kaufleuten der Region, wie z. B. mit dem Eintritt des Kaufmanns Buhlers aus Magdeburg. Als dessen Zuckerfabrik in der Nienburger Straße Ende 1879 abbrennt, hat die junge Wehr der Stadt Calbe ihre erste größere Bewährungsprobe. Der ehemalige Standort wird heute noch „Buhlers Platz“ genannt. Durch diese Brandkatastrophe kam die Zuckerrübenverarbeitung in Calbe jedoch nicht zum Erliegen. Mit Zucker konnte man Geld verdienen. Der meiste Zucker wurde in Form von Zuckerhüten mit blauem Papier umwickelt, welches wiederum in der Papierfabrik von Brückners in Calbe hergestellt wurde. 1891 wird in der Nienburger Strasse 107 die Zuckerfabrik von Knauer und Meissner genannt. Diese wird 1894 zur Zuckerfabrik Calbe AG umbenannt. Der Transport der Rüben erfolgte mit einer Seilbahn und ab 1911 mit einem Anschlussgleis zur Bernburger Bahn. 1923 wird auf gleichem Gelände eine neue Zuckerfabrik gebaut. Diese galt damals als modernste Zuckerfabrik Europas. Sie existierte bekanntlich bis 1945 und wurde nach dem Kriege demontiert und als Reparationsleistung in die damalige Sowjetunion geliefert.

        Hanns zeigt einen Zuckerhut       Blick in die Neue Galerie während des Vortrages

                                                    Sensationelles in der Heimatstube                           

Etwas Sensationelles gibt es mit der aktuellen Ausstellung "Calbe/Saale - archäologische Funde vor den Toren von St.Stephani" in der Heimatstube Calbe zu sehen. Seit dem 26.01.2013 werden dort die Ausgrabungsfunde der ersten bekannten regulären archäologischen Ausgrabung im Stadtgebiet gezeigt. Bekanntlich fand diese Ausgrabung im Juli 2011 im Bereich der „Ritterstraße 1“ statt. Damals wurde durch die Verbindung Heimatverein Calbe zum Archäologenteam um Brigitte Schiefer die Idee geboren, diese bemerkenswerten Fundstücke einmal in Calbe auszustellen. Nach Fundreinigung, Katalogisierung und Bearbeitung einzelner Fundgegenstände in der Werkstatt des Landesamtes für Archäologie Sachsen-Anhalt im Jahre 2012 und der Einholung sämtlicher behördlicher Genehmigungen, stehen jetzt die Gegenstände zur Besichtigung bereit. Bei der Eröffnung der Ausstellung wurde durch Vereinsfreund Dieter Steinmetz in einem kurzen handwerklich exzellenten Power Point Vortrag ein geschichtlicher Abriss der Zeit vor gut 1000 Jahren vorgetragen. Dieses Faktenwissen bildete eine gute Grundlage für den anschließenden Vortrag von Frau Schiefer zu Ausgrabungsdetails und der Beschreibung einzelner Fundstücke. Im anschließenden Gespräch hatte jeder der zahlreichen Besucher die Möglichkeit, Fragen an die Experten aus Halle zu stellen. Besonders erfreulich war die Aussage von Frau Schiefer, dass das sichergestellte Fundspektrum sehr deutlich auf die Zeit vor gut 1000 Jahren, also das späte 10. Jh. (slawischer Besiedlung, Burgward, Königshof) hindeutet. Der Heimatverein dankte allen Helfern, als da waren: Brigitte Schiefer und Jens Winter vom Archäologenteam, Frank Schwalenberg aus Calbe und den Studentinnen und Studenten der Martin-Luther-Universität, die aktiv die Ausstellung in zahlreichen Stunden vor Ort aufbauten. Die Ausstellung ist bis zum 23.03.2013 zu sehen.

 

  Vereinsfreund. D. Steinmetz bei seiner Einführung  Brigitte Schiefer erklärt die Grabung u. Funde            Die Ausstellercrew auf einen Blick

 

 

 

 

 

 

 

28.03.2013

Wenn eine Feierlichkeit seit 35 Jahren kontinuierlich Jahr für Jahr stattfindet, dann muss man der Idee und Umsetzung Lob zollen. Jedenfalls ist das beim „Traditionellen Bollwurstessen“ des Heimatvereins Calbe (Saale) e.V. der Fall. Gründonnerstag gehört der Bollwurst! Das diesjährige Fest fand wieder in bewährtet Form im „Hotel zur Altstadt“ in Calbe statt. Zahlreiche Gäste und einige Ehrengäste waren der Einladung des Heimatvereins gefolgt. So war es erfreulich, dass die Bollenprinzessin Julia I., stellvertretend für die verhinderte Bollenkönigin Sandy I., erschienen war. Im September, zum 12. Bollenfest, wird sie als 12. Bollenkönigin in das Amt eingeführt werden. Nach der Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden wurde die Bollwurst in geräucherter und ungeräucherter Ausführung serviert und fand wieder die volle Zustimmung der „Bollwurstfreunde“. Nach dem Gaumenschmaus folgte der Schmaus für die Ohren. Den Anfang machte in bewährter Manier unser Vereinsfreund Reinhard Hädecke, der sich zum Thema „Lustige und spöttische Verse aus Calbe und Umgebung“ vorbereitet hatte. Es war wieder ein Hörgenuss, was dort im besten Mutterwitz über unsere Region vorgetragen wurde. Reinhard muss man einfach gern haben. Im eigentlichen Hauptprogramm des Abends wurden die Lachmuskeln ebenfalls stark beansprucht, als der Gaukler Laut’n’hals, alias Bernd Roßmüller, mit Musica, Narretei und trefflich geistesleer mit Zauberei, vielen Instrumenten und viel Witz auftrat. Sein Vogellied, ein Musterbeispiel für Dichtkunst und Spontaneität, war der Renner des Abends. Nebenbei bemerkt kann man sich im Internet unter „You Tube“ mit Stichwort „Bollwurstessen“ einige Szenen ansehen.

Reinhard Hädecke bei seinen Ausführungen

Der Gaukler Laut'nhals

Familie Wecke mit den Enkelinnen Teresa und Isabel

Plakat zur Ausstellung

13.04.2013

An diesem Tag fand in der „Neuen Galerie“ der Heimatstube die Eröffnung der zweiten Ausstellung diesen Jahres statt. Nach der viel beachteten Archäologieausstellung wurde an diesem Tage die Fotoausstellung „Unterwegs mit der Kamera“ Burgen & Schlösser der Öffentlichkeit übergeben. Aussteller sind das Ehepaar Regina und Manfred Wecke aus Köthen, die bereits 2012 mit einer Fotoausstellung in Calbe präsent waren. Waren es 2012 hauptsächlich Naturaufnahmen, so präsentieren sie dieses Mal Architekturfotos. Neu war allerdings bei dieser Ausstellung, das Weckes von ihren Enkeltöchtern Teresa (8 Jahre) und Isabel (10 Jahre) mit eigenen Fotos unterstützt werden. Beide Mädchen fanden vor gut 2 Jahren ebenfalls Gefallen am Hobby ihrer Großeltern. Musikalisch wurde die Eröffnung durch Karolin Sobotta von der Musikschule des Salzlandkreises am Keyboard begleitet. Die Ausstellung wird bis 25. Mai 2013 zu sehen sein.

12.04.2013/ 25.04.2013

Am Freitag, dem 12.04.2013 machte der Weltenradler Thomas Meixner, mittlerweile bereits zum sechsten Mal, einen Stopp in Calbe. Im Gepäck hatte er eine Dia-Show mit dem Titel: „Der Sonne entgegen“ Wladiwostok, einer Reise, die im Sommer 2010 statt fand. Damals startete er am 1. April 2010 in Wolfen und fuhr bis zum 16.09.2010 genau 16630 km mit dem Rad und 9288 km mit der Transsibirischen Eisenbahn. Während der Reise durchquerte er Polen, die Ukraine, die Republik Moldau, Kasachstan, Russland und machte noch einen Abstecher nach Japan. Die Live-Dia-Show fand an diesem Tag 65 begeisterte Zuhörer, wobei viele schon zum Stammpublikum des Abenteurers gehörten. Während des Vortrages erfuhren die Teilnehmer von den neuen Plänen, die Thomas Meixner im Visier hat. So wird er am 14.Mai 2013 mit dem Flugzeug nach Alaska starten und dort eine weitere große Reise beginnen, die voraussichtlich 2 Jahre dauern wird. Alle Anwesenden wünschten ihm zum Abschluss des Abends für diese Reise viel Erfolg.

Thomas Meixner nahm uns mit auf die Reise

Volles Haus 2013

K. H. Tiemann bei seinem Armenien-Vortrag

Am Donnerstag, dem 25.04.2013 konnten wir zum wiederholten Mal Herrn K.H. Tiemann bei uns in der Heimatstube begrüßen. Der gebürtige Calbenser arbeitet als Reiseleiter und macht Hin und Wieder einen Abstecher in seine alte Heimat, um uns in Dia-Vorträgen über seinen Reisen zu berichten. Dieses Mal wurden  die 23 Zuhörer mit dem Land Armenien bekannt gemacht.

01.06.-28.07.2013

Als am ersten Juni 2013 zum wiederholten Male eine Ausstellung des Naturschutzbundes Sachsen-Anhalt in der Heimatstube eröffnet wurde, konnte wohl niemand der Anwesenden ahnen, wie aktuell das Thema „Wasser – Leben braucht Vielfalt“, sich kurze Zeit später in Natura darstellen würde. Bei ihrer Eröffnung verwies Frau Berfelde auf die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (EUWRRL), die seit dem Jahre 2000 gültig ist. Mit ihrer Umsetzung soll erreicht werden, dass die Wasserqualität der Flüsse spürbar verbessert wird. Ohne Wasser ist kein Leben möglich, aber Wasser kann auch zerstörend wirken. Mit der aktuellen Hochwassersituation wurde uns wieder deutlich vor Augen geführt, welchen Schaden wetterbedingte Stauniederschläge im Einzugsbereich unserer Flüsse anrichten können. Zumal der natürliche Überschwemmungsraum (im Fachjargon als Retentionsfläche bezeichnet) durch Deiche, Versiegelung des Bodens… immer weniger wird. So sind gerade Mal noch ca. 10 Prozent der Flächen als naturnah zu bezeichnen! Auf einer großen Anschauungstafel gibt es Erklärungen zu dieser Problematik und stellvertretend für die Artenvielfalt der Uferregion (Aue) kann man 37 beschriebene Besonderheiten in Wort und Bild entdecken. In der zweiten Abteilung der Wanderausstellung steht der Kranich im Mittelpunkt.

Frau Berfelde bei der Eröffnung

Blick auf die Hochwassersituation am 07.06.13

Mühlenzugang mit Schutzdamm

Ferienspiele mit dem Heimatverein Calbe

Bedingt durch das Hochwasser wurde 2013 kein Ferienkalender erstellt. Also mussten die Aktionen selbst beworben werden: Der Heimatverein hatte folgende Veranstaltungen im Angebot: 1. Bewährt seit einigen Jahren wurde wieder Pizza im Lehmbackofen gebacken. Die Kinder mussten den Teig selbst ausrollen, das Gemüse zerkleinern und dann den Teig belegen. Während des Backens im Ofen gab es interessante Details zu den Themen Pizza, Lehm, Ofen usw. Alles klappte hervorragend. Von der Stadt gab es sogar eine finanzielle Unterstützung. Besten Dank! 2. Premiere hatte die Veranstaltung des Kindermuseumstages, die sich an die so genannte Kindermuseumsnacht anlehnte. Eine ganze Reihe Stationen erwartete die Teilnehmer. So gab es die Stationen „Buchstabensalat“, „Schreiben mit einer Schiefertafel“, „Mutprobe mit Kiste und Laterne“, Die Gruselgeschichte vom Reitermännchen““, „Basteln“, „Essen und Trinken“ und ein kleiner Stadtrundgang. Für diese Veranstaltung konnte die Firma „Cargrill Deutschland GmbH“ als Sponsor gewonnen werden. Dadurch war die Teilnahme kostenlos. Auch diesem Sponsor sei nochmals herzlich Dank gesagt! 3. Nach 2011 fand wieder eine so genannte „Schatzsuche“ im Stadtgebiet statt. War damals das östliche Stadtgebiet bis zur „Grünen Lunge“ von Interesse, so ging es 2013 in Richtung Westen und endete am Goethequell.

Gast beim Pizzatag Bollenkönigin Sandy I.

Die neuen Schiefertafeln für den Kindermuseumstag.

Kleine Schatzsucher sind in Calbe unterwegs

10.08.13

Die vierte Ausstellung im laufenden Veranstaltungsjahr 2013 wurde am 10.08.2013 in der neuen Galerie der Heimatstube eröffnet. Unter dem Titel „Natur und Technik in Bildern“ stellen 2 Staßfurter Hobbyfotografen ihre Arbeiten aus. Bei den beiden Herren handelt es sich um Hermann und Marcus Hofmann, also um den Großvater (Jg. 1928) und seinen Enkel (Jg. 1982), welche die Fotografie als Hobby sehr ernsthaft betreiben. Beim Betrachten der Fotos wird einem schnell klar, dass sie ihren eigenen Stil gefunden haben, den es so bei anderen Fotoausstellungen noch nicht gegeben hat. Gerade die Stillleben und Makros haben etwas Stimmungsvolles und man könnte glauben, sie sind gemalt. Ein weiterer Hingucker sind die Panoramabilder, die zu Marcus’s Favoriten zählen. In leuchtenden Farben mit einer ansprechenden Bildschärfe und Brillanz ziehen sie jeden Betrachter in ihren Bann. Wahre Kompositionen und kleine Meisterwerke. Für die musikalische Umrahmung konnte nach vielen Jahren Pause wieder einmal Werner Lenke an der Elektrogitarre gewonnen werden.

            Die Hofmänner erklären ihre Bilder             Der Musikpart mit Werner Lenke          Die Hobbyfotografin A.Schulz zu Gast

31.08.13

Die diesjährige Vereinsfahrt des Heimatvereins Calbe (Saale) e.V. führte nach Reppichau. Zu diesem Zweck war vom Verein Historischer Fahrzeuge e.V. ein Bus Typ IKARUS 25631, Baujahr 1982, angemietet worden. Die knapp 500 Seelengemeinde ist ein einziges Freilichtmuseum, wo es nur so von Kunstprojekten wimmelt. Los ging es im Informationszentrum, einem ehemaligen Feuerwehrdepot, wo ein Rittersaal mit lebensgroßen Wandmalereien eingerichtet wurde. Dort erfährt man Grundlegendes zum Wirken von Eike von Repgow, der ca. 1180 in Reppichau geboren wurde und als Schöpfer des „Sachsenspiegels“, dem bedeutendsten Rechtsbuch jener Zeit, gilt. Warum ist dieser „Spiegel der Sachsen“ so bedeutend? In diesem Buch wurde das bis dahin praktizierte Gewohnheitsrecht, also durch mündliche Weitergabe von Generation zu Generation bekannte Recht, erstmals schriftlich festgehalten. Man kann herrliche Sprüche lesen, wie z. B.: „Nun achtet darauf, dass euch niemandes Lied oder Leid, Drohung oder Geschenk so verblende, dass man euch vom Recht abwende“. Die Führung umfasste weiterhin das Außengelände, die Kirche, das Museum und zum Abschluss den Besuch der Vereinsgaststätte "Zur Morgengabe".

                   Halt an einer Fassadenmalerei         In der Vereinsgaststätte "Morgengabe" Die Überraschung war der alte Ikarusbus von 1982

20.09.13

Organisiert vom NABU Calbe, beschrieb Herr Jährling vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt in seinem Vortrag die Aktivitäten seines Betriebes in Sachen Gewässerrenaturierung und Deichrückverlegung. Der Zustand unserer Fließgewässer und vieler Seen  ist alles andere als in Ordnung, d. h. die Naturnähe der meisten Gewässer ist nicht mehr vorhanden. Deshalb werden Maßnahmen eingeleitet, die zur Verbesserung der Gewässerökologie führen. So führte er u. a. an, dass jede Wasserkraftanlage bis zu 10 Prozent Fischverlust bedeutet. Im zweiten Teil betrachtete der Referent die Verbesserung des Hochwasserschutzes durch Deichrückverlegung hierbei am Beispiel aus dem Raum Lödderitz. Dabei ging er auch auf das Hochwasser im Juni 2013 ein. Insgesamt wurde deutlich, dass der Verbesserung von Gewässerökologie und Hochwasserschutz wesentlich mehr Bedeutung beigemessen werden muss.

21.09.13

An diesem Abend fand ein Vortrag in der Kombination von Video und Dia, gehalten von Robby Clemens, statt. Robby Clemens ist im Jahre 2007 mit 13262 km zu fuß um die Welt gelaufen. Empfohlen worden war  uns Robby von Thomas Meixner. Wie er als übergewichtiger und stark dem Alkohol zusprechender Nichtsportler zum Laufsport kam und wie er sich in dieser Sportart entwickelte, das war mehr als beeindruckend. Der Vortrag faszinierte mit sehenswerten Bildern, einmaligen Erlebnissen und voller Emotionen, welche die anwesenden Gäste wohl nicht so schnell vergessen werden.

28.09.13

An diesem Tage wurde die vierte Ausstellung dieses Jahres in der „Neuen Galerie“ der Heimatstube eröffnet. Aussteller sind die Damen und Herren, die sich als Gruppe die „Tonköpfe“ nennen und sich seit geraumer Zeit in der Galerie „Einblicke“ in Calbe mit der Malerei und dem Modellieren mit Ton befassen. Angeleitet wird die Gruppe von Paul Gandhi, alias Bernd Morgenrot. Die in dieser Zeit entstandenen Arbeiten werden in dieser Ausstellung zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Interessant also für Kunstliebende Bürger und Schüler der hiesigen Sekundarschule bzw. des Gymnasiums.

          Herr Jährling ein kompetenter Partner            Robby Clemens in seinem Element             Die Gruppe" Die Tonköpfe"

25.10.13

An diesem Abend begrüßten wir Nancy Schumann, in Calbe groß geworden und zur Schule gegangen, studierte sie Anglistik und verlegte 2003 ihren Wohnsitz nach London. Ihre Magisterarbeit hatte sie zur Thematik „Vampire gestern und heute“ verfasst, doch erst 2013 wurde sie als Buch verlegt. Grund genug, eine Lesung in ihrer Vaterstadt durchzuführen., so geschehen am 25.Oktober. Um die passende Atmosphäre zu erzeugen, wurde die „Neue Galerie“ entsprechend ausgestaltet mit Spinnnetzen, Fledermausattrappen und Holzkreuzen, die der Möbelhof Calbe dankenswerter Weise angefertigt hatte. Dazu kamen grüner Wackelpudding mit allerlei „Würmern“ und ein „blutiges Getränk“. Viele dieser Ideen hatte sich Heimatstubenmitarbeiterin Christine Dippmar ausgedacht. Während der Lesung wurde deutlich, der Vampirglaube ist so alt, wie die Menschheit selbst. Er wurde dazu benutzt, Unregelmäßigkeiten im täglichen Leben zu erklären und war ein Instrument der sozialen Kontrolle, hauptsächlich durch die jeweilige Kirche. Bis zu dem Zeitpunkt, als Hollywood ihn entdeckte und filmisch vermarkte. Alles das kann man in Nancys Buch nachlesen.

Nancy referiert über das Thema "Vampire gestern u. heute"             Die werte Zuhörerschaft    Jung und "Alt"                       Die Neue Galerie im Vampireflair  Das Duo Silke Walkstein und Lars Buchmann

01.11.13

Die zweite und letzte Veranstaltung in diesem Jahr stand unter der Überschrift “Huren, Mätressen und Bordelle“. Dazu wurde zum erstem mal das Referentenduo Silke Walkstein und Lars Buchmann begrüßt. In einem gut gegliederten und faktenreichen Vortrag wurde über das älteste Gewerbe der Welt und dessen Entwicklung vom Altertum, Mittelalter, Rokoko, Neuzeit bis hin zur Moderne berichtet. Im Laufe des Vortrages wurde deutlich, dass die Menschen des Altertums einen relativ natürlichen Umgang mit der Sexualität hatten. Sexualität gehörte zum Alltag mit allen positiven und negativen Begleiterscheinungen. Als Beweis lieferten die Referenten folgendes Rechenbeispiel. In der Stadt New York des Jahres 1980 kam 1 Bordell auf durchschnittlich 206 Einwohner. Im antiken Rom des Jahres 1 nach Christi war das Verhältnis 1:46. Mit der Einführung des Zölibats im 11. Jht., übrigens eine Erfindung des Papstes, entstand der Typ einer neuen Liebesdienerin, der Kurtisane. Damit mussten die kirchlichen Würdenträger nicht wirklich verzichten. Darüber hinaus war die Prostitution eine wichtige Einnahmequelle der Städte durch die städtischen Bordelle. Während der beiden Weltkriege war das Bordell fester Bestandteil der Wehrkraftertüchtigung, das Gewerbe wurde zur Spionage genutzt und in den Konzentrationslagern gab es Lagerbordelle. Mit der sexuellen Revolution in den 70er Jahren änderte sich die öffentliche Einstellung, Stichwort Freie Liebe. Heute in den Zeiten des Internets eröffnen sich wieder neue Möglichkeiten. Erst im Jahre 2002 wurde endlich ein Gesetz über die Kranken- und Rentenversicherung in diesem Gewerbe verabschiedet. Trotzdem ist die Zwangsprostitution nach wie vor ein Missstand. Generell geblieben ist jedoch weiterhin das Problem Nr.1, der mangelnde Respekt vor diesen Frauen.

        Eröffnung der Galeriespielwiese am 30.11.13                  Besuch vom Kita Regenbogen            Ein Glas für Vereinsfreundin A.Weiß  Der neue Herrnhutter Stern leuchtet im Durchgang

 

30.11.13-05.01.14

Am 30.11.13 wurde die weihnachtlich geschmückte Galerie als "Spielwiese" eröffnet. Im Vorfeld waren die Schäden an den Spielzeugen repariert worden und ein Teil der Puppenmöbel bekamen durch Christine Dippmar einen neuen Farbanstrich. In bewährter Form erhielten wir wieder Unterstützung durch den AMC Bernburg (Modelleisenbahnplatte), Familie Gorges (Z-Modellanlage) und Hannes Preissler mit seinen selbst gebastelten Lokomotiven aus Holz. Am 04.12.13 fand im Hotel zur Altstadt das traditionelle Speckkuchenessen des Vereins statt. Mit Speckkuchen von Familie Zähle, kleinem Programm und dem Besuch des Calber Weihnachtsmannes, der Gläser mit Kürbismarmelade im "Sack" hatte, war es eine gelungene Weihnachtsfeier. Einige Kitagruppen und Schulklassen besuchten die Heimatstube zur Vorweihnachtszeit. In diesem Sinne

wünschen wir allen Vereinsfreunden und Sympathisanten, sowie allen Unterstützern ein frohes Fest und ein gesundes Neues Jahr !

Veranstaltungsübersicht 2014

 
  Die Ausstellerin Yvetta Schöne bei der Eröffnung      P.Jahn erhält ein kleines Geschenk von Yvetta         Hermann Hofmann war Gast der Eröffnung

11.01.14-22.03.14

Die erste Ausstellung 2014 trägt den Titel „Die Digedags in Amerika“ und gestaltet hat diese Ausstellung Yvetta Schöne, die auch die Idee zum o.g. Titel der Fotoausstellung hatte. Was haben nun die legendären Comicfiguren von Hannes Hegen mit dieser Ausstellung zu tun? Ganz einfach, weil die Comicserie ab dem Jahre 1969 in Amerika spielte und in einigen Heften dieser Serie von den sagenhaften Schätzen der Ureinwohner Lateinamerikas, wie Majas, Azteken, Inkas und Tolteken, erzählt wurde. So, wie viele Altersgenossen ihrer Generation, (sie ist Jahrgang 1964), hat auch Yvetta Schöne die Abenteuer der Digidags gern gelesen. Was sie damals nicht wusste, dass die in den Mosaik-Heften beschriebenen Orte auch in der Realität existierten. Viel später kann sie sich davon überzeugen, als die gebürtige Calbenserin in Länder wie Peru und Mexiko reist. Mittlerweile hat sie schon längst die Liebe zur Fotografie für sich entdeckt und kann auf diesen Studienreisen alles Interessante mit der Kamera festhalten. Ihr Motto beim Fotografieren lautet: „ Wie gesehen, so fotografiert und hier gezeigt“. Bei der Eröffnung der Ausstellung erläutert sie den zahlreichen Besuchern diese Verbindung  zwischen der scheinbaren Fantasie eines Hannes Hegen, der eigentlich Johannes Eduard Hegenbarth heißt und den Gegebenheiten vor Ort. Musikalisch wurde die Eröffnung von Paula Jahn am Elektropiano begleitet.

24.01./14.02./28.03.2014

         Was ist Saalewasser und was Trinkwasser?          Ein unterhaltsamer Abend mit Wolf Stein       Herr Krenzke bei   seinem  Jubiläumsvortrag
 

"Calbe und sein Trinkwasser", so lautete der Titel des Vortrages, den Hanns Schwachenwalde am 24.01.14 zur Eröffnung des Veranstaltungsjahres 2014 in der Heimatstube hielt. Wenn wir heute den Wasserhahn aufdrehen, dann wissen wir, dass es sich bei unserem Trinkwasser um das wohl am strengsten kontrollierte Lebensmittel überhaupt handelt. Das war nicht immer so, wenn man beispielsweise in die Geschichte unserer Stadt zurück schaut. Mittlerweile hatte sich 1994 die Gesellschaft „Trinkwasserversorgung Magdeburg GmbH“ (TWM) als Hauptlieferant von Trinkwasser gebildet. So erhalten wir aktuell unser Wasser aus den Hochbehältern auf dem Wartenberg, die wiederum mit Wasser aus der Colbitz-Letzlinger Heide und dem Westfläming gespeist werden.  

Am 14.02.2014 war der Magdeburger Autor Wolf Stein zum zweiten Mal Gast in der Heimatstube Calbe. Dort las er aus seinem aktuellen Buch" Der Praktikant" Geschichten vor und plauderte mit den anwesenden Teilnehmern.

Am 28.03.2014 hielt der historische Publizist Hans-Joachim Krenzke einen Vortrag zum Thema „Das Dessau-Wörlitzer-Gartenreich“ in der Heimatstube. Das Besondere in diesem Fall war nicht die Tatsache des Vortrages an sich, der ja wie immer sehr fundiert und interessant gestaltet war, sondern, dass Herr Krenzke fast auf den Tag vor 20 Jahren seinen ersten Vortrag bei uns hielt. Der Referent, der wieder mit seiner Ehefrau zum Vortrag angereist war, zeigte sich überrascht von diesem runden Jubiläum.

 12.04.-29.06.2014

Irgendwie passte der Begleittitel von Udo Lindenberg "Ich mach mein Ding", welchen Andi Schneidwind zur Eröffnung der zweiten Ausstellung in der Galerie der Heimatstube spielte, gut zur Ausstellerin Brigitte Schiefer-Kutzschrad. Frau Schiefer-Kutschrad ist in Calbe keine Unbekannte, war sie doch 2011 bei der archäologischen Grabung „Ritterstraße 1“ die leitende Archäologin. Der Kontakt zwischen ihr und dem Heimatverein ist nie ganz unterbrochen worden. Kurzfristig zurückgezogen hatte. So lernten wir die andere Seite von Brigitte kennen. Schon als Jugendliche interessierte sie sich für das Zeichnen und Malen, fand Gefallen an dieser kreativen Arbeit. Sie besuchte Kurse und wollte eigentlich Kunst studieren. Am Ende wurde sie Archäologin, hat aber nie ihre Leidenschaft aus den Augen verloren. Ihre Biographie ist beeindruckend! In der aktuellen Ausstellung sind Bilder, die mit verschiedenen Techniken entstanden sind, selbst gefertigte Keramik und eigene Fotos von ihr zu sehen. So ergab es sich, dass die Hobbymalerin für einen Künstler einsprang, der seine Ausstellungszusage kurzfristig zurück zog.Jeder Besucher kann sich noch bis zum 29.06.2014 beim Besichtigen der Ausstellung selbst ein Bild von der Kreativität und Fantasie dieses Multitalentes machen. Sie hat stets versucht, frei nach Lindenberg, ihr Ding zu machen. In künstlerischer Hinsicht ist ihr das überzeugend gelungen.

 
               Die Künstlerin vor der Heimatstube     Brigitte Schiefer-Kutzschrad bei der Eröffnung     Ich mach mein Ding mit Andi Schneidewind

14.04./25.04./09.05.2014

Am 14.04.2014 gestaltete der NABU OG Calbe einen Vortrag zum Thema „Gesundheit aus der Natur“. Als Referenten fungierten Frau Kuberski, Apothekerin in der Schloßapotheke und Frau Langner, Nabumitglied aus Calbe. Das Thema schien gut gewählt worden sein, denn die „Neue Galerie“ war reichlich besetzt. Den ersten Teil hatte Frau Kuberski mit ihren Erläuterungen zu Ernährungsproblemen und den bekannten Gefahren, die durch Unkenntnis und Oberflächlichkeit für den Konsumenten Mensch entstehen können, übernommen. Nach jeder Menge Theorie wurde es in Teil 2 praktisch. Zu diesem Zweck hatte Frau Langner ein gesundes Buffet mit leckeren Kreationen aus Topinambur, Brennessel …. aufgebaut. Es war schon erstaunlich, was man aus diesen „(Un)Kräutern“ alles machen kann, wenn man sich mit damit ernsthaft beschäftigt. So gab es selbstgebackene Kekse mit Brennesselgeschmack, Kräutermarmelade, verschiedene Salate und vieles mehr. Frau Langner hatte sich bei der Vorbereitung viel Mühe gegeben. Die Kombination zwischen Theorie uns Praxis kam an diesem Abend gut an.Das Büffet war am Ende fast leer geräumt. Dafür gab es von den Anwesenden viel Lob für diese ungewöhnliche Veranstaltung, die womöglich manch einen Teilnehmer zum „(Un)Kräuterfreund werden ließ? Den beiden Referenten würde es sicher gefallen, davon bin ich überzeugt

"Von Irkutsk zum Baikalsee" entführte Dr. Harro Tiemann die Teilnehmer der Veranstaltung am 25.04.2014 in der Heimatstube Calbe. Mit sehenswerten Fotos und jede Menge Informationen zu Land und Leute wurde der Vortrag wieder ein wahres Reiseerlebnis 

Herr Mergel aus Zens, der dort seit 2006 eine Heilerpraxis betreibt, hielt am 09.05.2014 einen Vortrag zum Thema:“ Geistiges, seelisches Gleichgewicht“. Dabei spannte er den Rahmen weit, erläuterte die Wurzeln des energetischen Heilens und die Frage: „ Warum gibt es Heiler“? Es ist eine Tatsache, dass die Ursachen von Krankheiten nicht selten im seelischen Bereich zu suchen sind und nicht, wie oft angenommen, im Körperlichen. Er stellte Behandlungsbereiche, wie bei psychischen Problemen, Depressionen, Schmerzen … vor und die methodischen Anwendungen seiner Heiltätigkeit. Zum Ende des Vortrages wurde die Theorie an einem praktischen Versuch demonstriert. Ein Großteil der Versuchsteilnehmer gab an, mehr oder weniger das Vorhandensein von Energie gespürt zu haben. Nun mag man über diese Art des Heilens geteilter Meinung sein, Fakt ist, das es nachweislich Heilerfolge gibt, wo die Schulmedizin gescheitert ist.

 
     Frau Kuberski und Frau Langner   Blick in die Galerie mit grünem Büffett   Herr Dr.Tiemann bei seinem Vortrag      Olaf Mergel bei seiner Einführung     Teilnehmer am praktischen Versuch
                               

16.05/13.06./12.09.2014

Ihren Einstand beim HV Calbe gab Frau Dr. Kathrin Pöge-Alder vom Landesheimatbund, der Dachorganisation der Heimatvereine in Sachsen Anhalt, am 16.05.14 mit einem Vortrag zum Thema „Die Geschichte der Rußlanddeutschen.“ Wer einen Blick in die deutsche Geschichte tut, wird schnell feststellen, dass die ökonomische, soziale und kulturelle Entwicklung Deutschlands ohne Einwanderung von außen nicht denkbar gewesen wäre. Als zur Wende massenhaft deutsch bzw. russisch sprechende Menschen aus Osteuropa, besonders aus der damaligen Sowjetunion, in die BRD einwanderten, kamen Fragen auf. Wer waren diese Menschen, warum verließen sie ihre Heimat in Richtung Westen und was bezwecken sie damit? Pöge-Alder spannte den Bogen vom Beginn der Auswanderung vor 300 Jahren bis in die heutige Zeit.Sie stellte auch die Frage nach dem Umgang mit den Migranten, ein anderes Wort für Auswanderer, denn das Thema ist hochaktuell, auch in unserer Stadt. Hatten es die Rußlanddeutschen noch relativ leicht, (gleiche Sprache, Deutsche nach dem Grundgesetz), so stehen wir bei anderen Volksgruppen vor größeren Herausforderungen

Das Jahr 2014 hält stadtgeschichtlich einige wichtige Jubiläen bereit. Konkret sind es 22 dieser Art. Grund genug für unseren Vereinsfreund Dieter Steinmetz in einem Vortrag sich diesen wichtigen Daten zu widmen. Dieser fand unter dem Titel „Denkwürdiges 2014 – Ein Rückblick in die Stadtgeschichte“ am 13.06.2014 in der Heimatstube statt. Den Hauptteil des Vortrages nahm die „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts in Europa ein, der Erste Weltkrieg. Dabei zitierte Dieter Steinmetz einige Male den australischen Historiker Christopher Clark, der u. a. gesagt hat: ZA „Man kann sich keinen schlechteren Verlauf des 20. Jahrhunderts in Europa vorstellen, als diesen.“ ZE Der Referent gestaltete seinen Vortrag mit den entscheidenden Fakten, die zum Kriegsausbruch führten, stellte wichtige Etappen des Kriegsverlaufs dar und zeigte deutlich die Auswirkungen des Krieges für die Kriegsverletzten und die Bevölkerung. Es gelang ihm vortrefflich die Stimmung und anfängliche Euphorie der Bewohner Calbes als Spiegelbild der allgemeinen Stimmungslage im Deutschen Reich darzustellen. Dabei kamen den Medien, in unserem Fall dem Stadt- und Landboten“ als regionale Zeitung eine besondere Rolle zu. Am Ende des Krieges beklagt die Stadt 393 Gefallene und im Ergebnis von Verwundungen steigt die Todeszahl auf 420 an. Ihre Namen kann man am rekonstruierten Gefallenendenkmal an der Saalemauer lesen

Die erste Veranstaltung in der Heimatstube nach der Sommerpause war am 12.09.2014 ein literarisch-musikalischer Abend mit dem Calbenser Autor und Sänger Stefan Müller. Was längst überfällig war, wurde endlich Realität. Neben seinem neusten Buch „111 Gründe, Bücher zu lieben“, hatte er auch seine Gitarre mitgebracht. So erlebten die Zuhörer eine gelungene Mischung aus gefühlvoll vorgetragenen Liedern und gelesenen Auszügen aus seinem aktuellen Buch. Der sympathische Autor schaffte es von Beginn an das Publikum in seinen Bann zu ziehen. So wurde der Abend zu einer überzeugenden Hommage an das Buch.

   Frau Dr Pöge-Alder Referentin für Völkerkunde        Vfrd. Steinmetz zeigt ein Foto zum Thema       Stefan Müller liest in der Heimatstube Calbe


05.07.-28.09.2014

Für die aktuelle Ausstellung gab es einen besonderen Grund, es war ein runder Geburtstag, der Renate Däumichen veranlasste, zum zweiten Mal in der Heimatstube Calbe auszustellen.Wer mit dieser sympathischen Frau ins Gespräch kommt, wird schnell feststellen, wie wichtig das Malen in ihrem Leben geworden ist. Ihre „Ausbildung“ und Inspiration erhielt sie in verschiedenen Malzirkeln u. a. bei Hans Both.Das sie Talent hat und ein Auge für das Motiv, kann man deutlich in der Präsentation in der Heimatstube erkennen. Sie beherrscht verschiedene Malstile, vom Aquarell, der Bleistiftzeichnung bis zum Ölbild. Viele Anregungen für ihre Bilder zieht sie aus der Natur. Ob Landschaft, Architektur oder Stillleben, sie hat den Blick für das Schöne und Ausgewogene. In einer Vitrine liegen Skizzen und Studien, die während eines Aufenthaltes im Kloster Hedersleben entstanden sind.

   Renate Däumichen vor dem Ausstellungsplakat                  Blick in die Ausstellung               Am Keyboard Jette Elisabeth Bohse              Die Eröffnung der Ausstellungo
 

3108./10.10./10.12.2014

Die diesjährige Busfahrt des Heimatvereins Calbe Saale e.V. führte am 31.08.2014 in den Harz. Ziel war das Kloster Walkenried, am Südrand des Mittelgebirges gelegen. Dort tauchten die Teilnehmer während einer Führung in das Leben der Mönche dieser Zisterzienserabtei ein, welches von beten und arbeiten gekennzeichnet war. Anders als in Gottesganden hat man einen Teil der Anlage (Kirche, Kreuzgang, verschiedene Säle) erhalten können. So bot sich den Heimatfreunden und Gästen das Nachempfinden des Klosterlebens in Gottesgnaden förmlich an.

Zum mittlerweile dritten Mal hielten die beiden Referenten Silke Walkstein und Lars Buchmann von der Kreisvolkshochschule des Salzlandkreises in der Heimatstube einen Vortrag. Am 10.10.2014 lautete der Titel „Rätsel und Geheimnisse der Geschichte“. Beide entführten die Anwesenden in eine Zwischenwelt von Spekulation und Realität.

Am 10.12.2014 führte der Heimatverein wieder traditionell sein Speckkuchenessen im Hotel zur Altstadt durch. In diesem Jahr wurde der Riesenkürbis von Vereinsfreundin Margitta Tiemann zu Bowle verarbeitet und den teilnehmenden Heimatfreunden zum Jahresausklang angeboten. Als Programmpunkt hatte man das Duo Walkstein/ Buchmann mit einem weihnachtlichen Programm engagiert. Zu guter Letzt hatte sich auch wieder unser Vereinsfreund Reinhard Hädecke mit amüsanten Geschichten vorbereitet. Insgesamt 36 Vereinsfreundinnen und Vereinsfreunde nahmen an dieser geselligen Veranstaltung teil.


       Besuch des Klosters Walkenried im Harz      Herr Buchmann und Frau Walkstein beginnen           Zum Wohl Vereinsfreundin Tiemann                  In weihnachtlicher Runde

 

04.10.-23.11.2014

Am ersten Oktoberwochenende wurde in der Heimatstube Calbe die vierte Ausstellung des Jahres 2014, bevor es weihnachtlich wird, eröffnet. Als Ausstellerin konnte die Hobbymalerin Petra Gumpert, geb. Klamm gewonnen werden. Mit dem Ausstellungstitel “Wenn das Herz singt, wird das Leben bunt“ baute P. Gumpert eine Themenbrücke, die den roten Faden der Ausstellung und ein Stück eigener Lebenseinstellung darstellt. Wie sie dazu kam, hat viel mit ihrem bisherigen Leben zu tun. Geboren und aufgewachsen in Calbe, schlägt sie den Weg der Erzieherin ein, qualifizierte sich zur Unterstufen- und später zur Förderschullehrerin. In dieser Funktion arbeitete sie 13 Jahre an der privaten evangelischen Schule für Kinder mit geistigen Behinderungen in Schneidlingen. Ab 2002 wagte sie einen Neuanfang in einer Gesamtschule in Wiesbaden. Dieses bewegte Leben, dazu 2 Kinder und 5 Enkelkinder und jede Menge Lebenserfahrungen führten zum aktuellen Lebensgefühl. Sie beschreibt es mit den Worten: „Mein heutiges Lebensgefühl ist geprägt von Freude und Mut, so, als ob ich mein Leben immer wieder neu anfangen kann.“ Bei der Eröffnung erläuterte sie ihren Weg der Selbstfindung. Viele ihrer Bilder dokumentieren diese Entwicklung. Diese lebensbejahenden und farbenfrohen Bilder laden auf jeden Fall ein und machen neugierig, diese Ausstellung zu besuchen.Neben zahlreichen Freunden und Wegbegleitern waren auch Familienangehörige, darunter zwei Enkelkinder der Malerin anwesend. Freya Mia und Thor können einmal später mit Stolz darüber berichten, dass sie bei Oma Petras ersten Ausstellung dabei gewesen waren. Als musikalischer Teil konnte zum zweiten Mal Jette Elisabeth Bohse begrüßt werden.

      Petra Gumpert eröffnet ihre erste Ausstellung            Blick in die NeueGalerie der Heimatstube          Frau Gumpert beim erklären der Bilder          Frau Gumpert mit ihrer Enkelin       

Weihnachtsaktivitäten 2014

Die letzte Ausstellung eines jeden Jahres ist die Weihnachtsausstellung. Dazu wurde die „Neue Galerie“ wie immer weihnachtlich dekoriert, unsere Freunde vom AMC Bernburg bauten wieder ihre Modelbahnanlage auf, der „Herrnhuter Stern“ wurde aufgehängt. Am 30.11.2014 war die Eröffnung und Knecht Ruprecht war ebenfalls anwesend. Danach erwartete die Heimatstube Besucher, Kitagruppen und Schulklassen. Dazu war wieder extra der Vereinsraum mit altem Spielzeug, Weihnachtsdekoration u.a. geschmückt worden. Dort wurde ein gesondertes Programm, inklusive einer Weihnachtgeschichte, vorgetragen. Zum Weihnachtsmarkt war der Andrang besonders groß. Alles in allem waren 288 Besucher, in der Mehrzahl Kinder unsere Gäste.     

Impressionen zur Weihnachtszeit

 

Wir wünschen allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch in das Neue Jahr!

Veranstaltungsübersicht 2015

23.01.2015

Den ersten Vortrag im neuen Veranstaltungsjahr in der Heimatstube Calbe bestritt wie in den Vorjahren Hanns Schwachenwalde zum Thema „Die erste Hälfte des 20.Jahrhunderts in Calbe“. Dieser hatte sich aus seinem schier unendlichen Fundus das oben genannte Thema ausgesucht. Um die Sache etwas anschaulicher zu gestalten, wurden mit einem Beamer Fotos dazu gezeigt. Von Anfang war klar, dass es nicht so einfach werden sollte in gut 90 geplanten Minuten die wichtigsten Fakten dieses halben Jahrhunderts darzustellen.Das 20. Jahrhundert wurde eingeläutet mit dem Zusammenschluss der Vorstädte und dem Amt und der eigentlichen Stadt Calbe. Dadurch stieg die Einwohnerzahl von 9000 auf 12400. Die wirtschaft­lichen Verhältnisse der Stadt waren von der Landwirtschaft und einer nicht unbedeutenden Anzahl von Klein- und Mittelbetrieben geprägt. So gab es 15 Gurkenfabriken, 8 Wolldeckenbetriebe, 6 Ziegeleien u.s.w.. Ein Übel dieser Zeit war die hohe Kindersterblichkeit, was sich bspw. 1904 mit einem Anteil von 49% dokumentierte. Weitere interessante Daten waren u.a. 1910-Bau der Gasanstalt, 1922 wurde die Kette aus der Saale genommen oder im gleichen Jahr wird von der Einrichtung einer mechanischen Bindfadenfabrik an der Saale 3-4 berichtet. Der erste Weltkrieg und die Weltwirtschaftskrise hinterließen auch in unserer Stadt ihre Spuren. 1928 kommt es zur Auflösung der königlich-preußischen Domäne, das Feuerwehrgerätehaus wird gebaut und in der Saale wird zum ersten Mal eine Wollhandkrabbe gesichtet. Anfang der 1930er Jahre verschlechtern sich die Lebensbedingungen, 22,5 % der Bevölkerung sind auf Unterstützung angewiesen. 1933 stellt sich nachweislich eine sprunghafte Verbesserung der Lebenslage ein. Die Gründe dafür sind ja hinreichend bekannt. Bei diesem Datum endete übrigens der Vortrag, der in naher Zukunft fortgesetzt werden soll.

            Das Eröffnungsbild des Abends           Hanns Schwachenwalde beim Vortrag  

28.03.15-31.05.15

Mit einer Neuheit gestaltete sich die erste Ausstellung dieses Jahres in der Heimatstube Calbe, die am 28.03.2015 eröffnet wurde. Unter dem Titel „I AM PEOPLE“, zu Deutsch „Ich bin Mensch“ zeigt die Ausstellung dreidimensionale Arbeiten des Malers und Fotografen Tobias Nerger aus Halle. Diese außergewöhnlichen Bilder präsentierte Nerger schon 2008 in Stockholm, wo er auf ein lebhaftes Echo traf, wie er berichtete.Zum Betrachten der Bilder, die teilweise Kombinationen aus Fotografie und Malerei sind und mit dem Computer bearbeitet wurden, sollte man eine Spezialbrille tragen. Diese liegen in der Heimatstube vor. Mit der Brille verwandelt sich das betrachtete Bild in einen dreidimensionalen Raum. Jedes der 16 Bilder, die man auch als Fotomorphs bezeichnen kann, hat seine eigene Geschichte, wie der Künstlerteilweise bei der Eröffnung den Gästen verriet. Da ist die vergessene Ledertasche oder die archäologische Ausgrabung, die durch die Fantasie und das Können Nergers zu kleinen Kunstwerken wurden. So kam es zu interessanten Gesprächen zwischen dem sympathischen Künstler und Besuchern bei der Eröffnung. Nebenbei bemerkt sind alle Bilder auch käuflich zu erwerben. Musikalisch wurde die Eröffnung von Andi Schneidewind und Birgit Recklebe begleitet, die unplugged bekannte Rocksongs darboten

        Tobias Nerger vor dem Ausstellungsplakat          Eine 3D-Brille als Betrachtungsmedium             Tobias Nerger erklärt seine Bilder    Musikalische Umrahmung mit Andi und Birgit

02.04.15 Traditionelles Bollwurstessen 10.04.15 Vortrag von Vfrd.R. Hädecke 18.04.15 Vereinsfahrt nach Nienburg

 Zum 38.Mal fand Gründonnerstag das "Traditionelle Bollwurstessen" statt. Dazu hatte der Verein wieder in das Hotel zur Altstadt eingeladen. Zahlreiche Vereinsfreunde und Gäste waren der Einladung gefolgt, darunter die Bollenkönigin Josi, Bollenprinzessin Clara und Bürgermeister Sven Hause. Als Programm konnte die Comediegruppe „Rabubl“ aus Dresden gewonnen werden.

Seit einigen Jahren hat sich Vereinsfreund Reinhard Hädecke mit Vorträgen zu bestimmten stadtgeschichtlichen Themen einen Namen gemacht. Mit dem aktuellen Vortrag zur Geschichte des Storchplatzes, den er am 10.04.15 in der Heimatstube hielt, wurde er diesem Ruf mehr als gerecht. Durch Recherchen im Stadtarchiv, wo er regelmäßig die historischen Zeitungen durchstöberte, gelang ihm eine fast lückenlose Chronologie dieses Platzes, die einen Zeitraum von gut 115 Jahre beinhaltete.

Was lange währt, wird gut und so fand am 18.04.15 eine Exkursion nach Nienburg statt, wo der Heimatverein Nienburg schon die Heimatfreunde aus Calbe erwartete. Nach Besuch der kleinen Heimatstube begab man sich in die Stadt und letztendlich in die Schlosskirche. Dort erfuhren die Gäste aus Calbe viel Interessantes über die Geschichte der Stadt. Den Abschluss bildete der Besuch des Cafes am Markt.  

          Die Rabubljungs und die calber Hoheiten             Vereinsfreund R.Hädecke im Stadtarchiv             Besuch in der Schlosskirche Nienburg
06.06.15-30.08.15 

 
         Geigerinnen der Musikschule eröffnen            Ausstellungsausschnitt mit Lithostein und Lithos                  Hans Both sichtlich zufrieden  

12.06.15

Wenn in 2 Jahren das große Reformationsjubiläum über die Bühne geht, wird man viel über die Folgen der Reformation hören, von der Spaltung der Kirche und von positiven wie von negativen Auswirkungen. Wie alles dazu gekommen ist oder besser wie sich der geistige und geistliche Zustand jener Zeit, also Ende des 15. Jahrhunderts darstellte, war Inhalt eines Vortrages von Vereinsfreund Dieter Steinmetz, gehalten Anfang Juni in der Heimatstube Calbe. Die Zuhörer erfuhren von der Neuen Frömmigkeit, einer Frömmigkeit von unten, von der Laienbewegung, von einer Gottesnähe für jedermann, ob geweiht oder nicht, von Stiftungen oder Seelenmessen zur Verkürzung der Hölle und vielem mehr. Alle diese Gegebenheiten führten letztlich durch Luthers Diskussionspapier zur ersten Revolution auf deutschem Boden.


        Dieter Steinmetz bei seinen Erläuterungen               Das entscheidene Jahr 1515     Erklärungen zur fiktiven Darstellung des Klostersl

23.08.2015

Die diesjährige Busfahrt des Heimatverein Calbe führte in den Fläming nach Bad Belzig. Der Ort hieß bis 2009 noch Belzig und jeder, der damals mit der „Kanonenbahn“ nach Berlin fuhr, kam dort vorbei. In Zusammenarbeit mit dem dortigen rührigen Tourismusbüro war der Tagesablauf gestaltet worden. Die Besichtigung der Burg „Eisenhardt“ stand am Anfang, Mittag wurde in der „Springbachmühle“ gegessen, dann ein Abstecher zum Schloßpark von Wiesenburg und den Abschluss bildete der Besuch des Handwerkerhofes in Görzke. Besonders positiv wirkte sich die Tatsache aus, das uns während der gesamten Fahrt ein Tourismusführer zur Seite stand, der viel Wissenswertes über die Region zu erzählen hatte. Am Ende der der Fahrt waren sich alle einig, der Fläming hat seine Reize und ist vor allen Dingen nicht weit von hier entfernt. Also Kultur und Natur auf der Nähe.

   Wieder mit "Münchs Charterreisen" unterwegs            Gruppenfoto im "Wiesenburger Park"          Tolle Einrichtung- die "Springbachmühler"

04.09.-22.11.15

Mit der dritten Ausstellung in diesem Jahr betrat der Heimatverein Calbe Neuland, denn zum ersten Mal wurden neben Aquarellen und Bildern in Acryl von Renate Däumichen auch Buchillustrationen von ihr gezeigt. Konkret sind es die Bilder, die sie zur Ausgestaltung der Kinderbuchreihe „Waldmännchengeschichten“ gemalt hat. Autorin dieser mittlerweile in der fünften Fortsetzung entstandenen Kinderbücher ist Heidi Ihlau aus Breitenhagen. Bei der Eröffnung der Ausstellung am 04.09.2015 erzählte Frau Ihlau, wie sie dazu gekommen ist. Die „Waldmännchengeschichten“ hat sie schon vor 25 Jahren ihren eigenen Kindern erzählt. Durch ihren Enkel Thomas, der diese Geschichten nicht oft genug hören konnte, begann sie diese aufzuschreiben. Entstanden sind fantasievolle und kindgerechte Geschichten, die nicht nur Kinder begeistern. Man spürte während der Eröffnung regelrecht, dass sich hier zwei Künstlerinnen gesucht und gefunden haben, denen es gefällt, Kindern mit diesen Büchern Freude zu bereiten. Was gibt es in dieser Beziehung auch Schöneres? Ebenfalls zur Eröffnung erschienen war Frau Astrid Mewes von der Druckerei Jansa, wo die Bücher gedruckt wurden. Musikalisch wurde die Eröffnung von den Musikschülern Paula Reuter, Jette Sehmisch und Jonas Schiemann begleitet.

 R..Däumichen,A.Meves und H.Ihlau mit Band 5 Plakat zur Ausstellung                Alle 5 Bände auf einen Blick

11.09./02.10.15

Marie Scheele Freunde kamen am 11.09.2015 voll auf ihre Kosten, als in der Heimatstube Calbe ein außerordentlicher Vortrag zum Leben von Marie gehalten wurde. Als Referenten waren Herr Jochen von Nathusius, seines Zeichens Familienchronist der Großfamilie Nathusius und Wolfgang Bürger, Archivar der Neinstedter Anstalten, angereist.Den roten Faden bekam jeder Anwesende in Form eines Datenblattes, die Herr Nathusius zu Beginn der Veranstaltung verteilte. Dann ging es recht zügig an die Abarbeitung der Themen als da waren: Vorfahren von Marie, ihre Geschwister, Kinder der Familie Philipp Nathusius, die weitläufigen Reisen der Eheleute und wichtige Ereignisse im Leben von Marie und Philipp. Während Philipp als Schöngeist und Literat statt als Unternehmer in Erscheinung trat, war Marie eher die Aktive und Zupackende der Familie. Gerade ihre aufopferungsvolle Arbeit in Zusammenhang mit dem Knabenrettungshaus hat sie gesundheitlich stark mitgenommen. Ihrem Verständnis nach bedeutet das irdische Leben sowieso nur Arbeit und Mühen und erst nach dem Tod erwartet einem das ewige Leben mit Ruhe und Zufriedenheit. Trotz der straffen Vortragsweise sind einige Themen noch offen geblieben. Herr Jochen von Nathusius versprach deshalb, noch einmal nach Calbe zu kommen. Den Anwesenden hat’s gefreut!

 Am 2.10.2015 war es wieder einmal so weit, der freie Publizist Hans- Joachim Krenzke war Gast in Calbe. In seinem Gepäck hatte er einen Diavortrag über die nördlichste Millionenstadt der Erde, über Sankt Petersburg. Der Rundgang per Dia durch die Residenzstadt begann an der Admiralität, führte zum Winterpalast mit der Eremitage und ging über die Peter-Pauls-Festung zur Isaaks-Kathedrale und zum Smolny. Paläste, Parkanlagen, Stätten der Weltliteratur, Musik und des Glaubens, Brücken und Denkmale entlang des Newski-Prospektes wie längs der Kanäle Moika und Fontanka wurden in Augenschein genommen. Besonders interessant war dabei das Kapitel der Gründung der Stadt im Jahre 1703 durch Peter den Großen. Er wollte mit der Stadt ein Fenster zum Westen schaffen und bestimmte sie zur neuen Hauptstadt des Riesenreiches. Viele Zaren und Zarinen haben ihre architektonische Handschrift in der Stadt hinterlassen, so auch Katharina II. „die Große“. Es war insgesamt wieder erstaunlich, über welches Faktenwissen Krenzke verfügt und den Anwesenden wurde deutlich, dass diese Traumstadt auf Schritt und Tritt unendliche Informationen birgt. Da reicht ein 90 Minuten-Vortrag bei weitem nicht aus.

W.Bürger,J.v.Nathusius,D.Steinmetz an der Kirche           Jochen von Nathusius bei seinem Vortrag                 H.-J. Krenzke in seinem Element

06.11.2015

Es war wohl in erster Linie der 200.Geburtstag Otto von Bismarcks, der zum Zustandekommen dieses Vortrages führte, aber auch die Tatsache, dass er zu DDR-Zeiten etwas totgeschwiegen wurde. Denken wir nur an die Umbenennung des Bismarckturmes in VVN-Turm. Nun gut als Referenten fungierten zum vierten Mal in Calbe Silke Walkstein und Lars Buchmann von der Kreisvolkshochschule. Der Vortrag begann mit dem „Mythos Bismarck“, der schon vor seinem Tode 1889 weit verbreitet war. Zahlreiche Dinge wurden nach ihm benannt, Orte und ca. 500 Bismarckdenkmale und genauso viele Straßen tragen seinen Namen. Einige seiner Sprüche sind legendär, wie zum Beispiel dieser: „Je weniger die Leute davon wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie“ oder jener: „Es wird niemals so viel gelogen, wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd. Den Zuhörern wurde das Leben Bismarcks auf sehr unterhaltsame Weise mit viel Humor gewürzt dargestellt. Sie erfuhren von dessen wilder Jugend, seiner besonderen Esskultur und seiner schrittweisen Entwicklung zum ersten Mann Preußens. In seiner „Blut und Eisen“-Rede 1862 legt er die Karten auf den Tisch Wenn es um Preußens Vorherrschaft geht, dann ist Krieg ein legitimes Mittel. Bismarck überlebt 2 Attentate und ist eine Zeitlang der meist gehasste Mann. Nach der siegreichen Schlacht von Königgrätz und dem deutsch-französischen Krieg 1870 kommt es am 18.01.1871 zur Gründung des Deutschen Reiches. 1871 wird Bismarck Fürst und Reichskanzler, er ist nicht dem Parlament, sondern nur dem Kaiser gegenüber verantwortlich. In der weiteren Entwicklung erstarkt das Deutsche Reich militärisch und industriell. Innenpolitisch führt er Kampf gegen Sozialisten und gegen die Katholische Kirche. Auf seine Veranlassung wird ab 1874 die Zivilehe eingeführt. In Sorge vor einer Revolution von unten kommt es unter Bismarck zu sozialen Reformen. Diese Strategie von „Zuckerbrot und Peitsche“ führt zu einer Liberalisierung und Sozialisierung der Arbeitswelt. Es entstehen die Anfänge einer Kranken-,Unfall,-Alters-und Invaliditätsversicherung. Als 1888 Kaiser Wilhelm I. stirbt und Wilhelm II. den Thron besteigt, sind seine Tage in der Wilhelmstraße gezählt. Am 30.Juli 1898 stirbt er. Der Vortrag endete in einer anregenden Diskussion zwischen den Referenten und einer Handvoll geschichtsinteressierter Bürger. Schade, das nicht mehr erschienen.

      Das Duo Walkstein/Buchmann beim Vortrag              Rege Diskussion nach dem Vortrag

 

Weihnachtsaktivitäten 2015

Seitdem der Heimatverein die Heimatstube betreibt, bestand immer der Wunsch nach Gestaltung und Nutzung des historischen Hofes Markt 13. In einigen Aktivitäten, wie die Schaffung des Lehmbackofens, Veranstaltungen der Gaststätte „Brauner Hirsch“ u.a. ist das bereits gelungen. Zur Vorweihnachtszeit 2015/2016 wurde ein weiterer Schritt in diese Richtung getan. Der Hof wurde weihnachtlich gestaltet und dekoriert. Hauptakteur, der diesen schmucken Weihnachtshof schuf, war Jens Kurth, der als Nachfolger von Uwe Urtel die Veranstaltungsfirma „Modus Vivendi“ betreibt. Ihm zur Seite standen Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die zur Arbeitsgruppe Weihnachtsmarkt gehörten, das Team vom „Braunen Hirsch“ mit Harald Wanger an der Spitze und weitere Partner. Die Premiere des Weihnachtshofes fand am Ersten Advent statt. Die Reaktion der Besucher war an diesem Tage durchweg positiv. Weitere Hö­hepunkte folgten, wie der Nikolaustag mit verschiedenen Aktionen und dann die Öffnung zum Calbenser Weihnachtsmarkt. Der Hof war zu diesen Anlässen immer gut besucht. Der Heimatverein seinerseits profitierte ebenfalls vom großen Zuspruch, den der Weihnachtshof auf die Calbenser und Gäste ausübte. Unsere Besucherzahl stieg zur Adventszeit im Vergleich zum Vorjahr um 100 Prozent. Ein eindeutiger Beweis, das der Weihnachtshof gut angenommen wurde. Alle Beteiligten, den Ideengebern und aktiven Gestaltern des Weihnachtshofes sei nochmals herzlich gedankt. Es wäre wünschenswert, wenn es zur kommenden Weihnachtssaison eine Fortführung dieser Einrichtung gäbe.

           Immer gut besucht -unsere Spielwiese    Der Weihnachtshof der Renner der Saison 2015                    Weihnachtsmarkt 2015           Auch königliche Hoheiten spielen

                                                                                  Wir wünschen allen Freunden und Aktiven des Heimatvereins ein frohes Fest 

Veranstaltungsübersicht 2016

29.01.16

Wer in unserer Region mit der Bahn fährt, begibt sich zwangsläufig auf historischem Terrain, jeden­falls was die Streckenführung angeht. Neben der Verbindung Magdeburg-Leipzig von 1839/40 war es besonders die Strecke „Königsberg-Berlin-Calbe-Metz“, im Volksmund “Kanonenbahn“ genannt, die bahntechnisch Bedeutung erlangte. Gerade um diese Strecke drehte sich ein Vortrag Ende Januar 2016, den der Berufseisenbahner Jürgen Krebs aus Barby in der Heimatstube Calbe hielt. Der Einladung waren über 50 Interessierte gefolgt, was eindeutig belegt, dass die Eisenbahn und deren Geschichte noch viele Freunde hat. Neben allgemeinen Fakten zur Eisenbahnentwicklung in Preußen und später dem Deutschen Reich ab 1850, stand der Abschnitt <Berlin-Sangerhausen> der o.g. Kanonenbahn, im Mittelpunkt des Vortrages. Schließlich handelte es sich bei dieser Trasse um die aufwendigste und längste Eisenbahnstrecke, die je in Deutschland gebaut wurde. Jürgen Krebs be­gann in der Geschichte im Jahre 1850, wo es noch große weiße Flecken, besonders im Nordosten Preußens gab. Mit dem Bau der Ostbahn als Staatsbahn(1851-1873) von Berlin zur russischen Grenze änderte sich das Blatt. Mit der Fertigstellung dieser Verbindung nach Osten kam logischerweise die Gegenrichtung, also der Blick nach Westen zur französischen Grenze ins Visier. Ziel war eine durchgehende Aufmarschbahn, die jedoch nie komplett zur Ausführung kam. Mit der Bewilligung der Geldmittel, davon ein Großteil Reparationszahlungen aus Frankreich, begann man nach 1873 mit dem Bau in 11 Teilabschnitten. Am 15.April 1879 konnte der Güterverkehr und einen Mo­nat später am 15.Mai 1879 der Personenverkehr auf der zweigleisigen Strecke Berlin-Blankenheim über Calbe aufgenommen werden. Es folgten im Vortrag Ausführungen zur Bahnarchitektur,(Stichwort Typenbau) bei Bahnhofsgebäuden), Loktypen auf dieser Strecke usw.. Die Sachkenntnis des Referenten, gepaart mit dem Fotomaterial, war beeindruckend. Zu jeder Frage gab es eine Antwort. Gerade was unsere Region anbetraf, waren seltene Aufnahmen zu sehen, die bei den Anwesenden Erinnerungen wach riefen. Stauen und Schmunzeln riefen Vergleiche in Punkto Bauzeiten, Pünktlichkeit und Fahrzeiten aus Dampflokzeiten zu späteren moderneren Zeiten hervor. Letztmalig konnte am 03.20.2003 gehofft und geschmunzelt werden, als Udo Lindenbergs „Sonderzug nach Pankow“ in Barby eine symbolische Mauer durchfuhr. Da war die Schließung der Strecke längst besiegelt, sozusagen ein Abschied auf Raten. Am 05.12.2004 kam das endgültige „Aus“ der Kanonenbahn für unsere Region.

 

    Zahlreiche historische Aufnahmen waren zu sehen                Jürgen Krebs beim Vortrag                Die Kanonenbahn-ein Resümee

 

26.02.16

Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“, mit diesem alten Schlager wurde die letzte Buchlesung in der Heimatstube eröffnet. Der Titel war zielgerichtet ausgewählt worden, weil der Titel des vorzustellenden Buches „Kaffeeduft in London“, ein Krimi war. Geschrieben hat diese Kriminalgeschichte Nancy Schumann aus Calbe, die bereits vor 2 Jahren mit ihrem Vampire Buch Gast in der Heimatstube gewesen war. Trotz dürftiger Zeitungswerbung in „Volksstimme“, dafür guter Information im „Elbekanal“, waren gut 2 Dutzend Krimifreunde erschienen. Die Zuhörer erfuhren während der Probelesung vom Leben einer jungen ostdeutschen Frau, die eine Kurzreise nach London unternimmt. Die junge Frau ist vom Flair der Weltstadt fasziniert. Neben diesen überwältigen Eindrücken, erinnert sie sich auch an ihre Vergangenheit in der DDR, als diese Art Reisen so gut wie nicht möglich waren. Der Zuhörer ahnt, dass es sich bei der jungen Frau um die Autorin selber handelt. Leider beschränkt sich Nancy in der Lesung auf die Darstellung der Reiseerinnerungen und nähert sich nicht ansatzweise der eigentlichen Krimihandlung. Schade. Am Ende beantwortete die Autorin diverse Fragen und auch einige Bücher wechselten den Besitzer. Unter den Gästen des Abends waren neben Mitgliedern der Familie Schumann, Bekannte, Buchfreunde auch eine ehemalige, noch im Dienst befindliche Lehrerin von Nancy. Sie war aber nicht die einzige Vertreterin des hiesigen Gymnasiums, sondern 2 Schüler waren ebenfalls der Einladung gefolgt. Bei 2 Plakaten, die in der Schule für die Veranstaltung warben, ein übersichtlicher Erfolg. Da sollte in Zukunft mehr möglich sein!


           Nancy mit Freunden nach der Lesung
               Nancy mit ihrer ehemaligen Lehrerin

13.03.16

Beim Bollenfest 2015 lernten wir in der Heimatstube einen Herrn kennen, der sich nach dem Besuch der Ausstellung als Professor Neubauer vorstellte. Okay, daran ist noch nichts Besonderes. Als er aber darüber berichtete, dass er einen Vortrag zur Technikgeschichte in Sachsen Anhalt halten könnte, wurden wir hellhörig. Professor Neubauer war zusammen mit anderen Fachleuten als Auto­renteam an der Herausgabe diverser Bücher zur Technikgeschichte beteiligt. So erschien im Jahre 2009 das Buch „150 Jahre Walzwerksbau in Magdeburg“ und 2014 der Titel „Der Maschinen- und Anlagenbau in der Region Magdeburg zu Beginn des 21. Jahrhunderts“. In beiden Büchern gibt es einen Blick in die Vergangenheit mit Bezug auf die Wurzeln, eine Istanalyse mit diversen Firmen­potraits und einen Blick in die Zukunft. Speziell das Buch Nummer 2 war Grundlage für den Vor­trag, der in der Heimatstube gehalten wurde. Professor Neubauer begann bei Gottlob Nathusius, ei­nem Pionier der frühen Industrialisierung. Dann folgten Schlag auf Schlag bekannte und weniger bekannte Namen, die als Firmengründer und Namensgeber z. T. auch heute noch bekannt sind. Es ist schon erstaunlich und bemerkenswert, wie sich der Maschinenbau im Laufe von 200 Jahren kon­tinuierlich bei uns entwickelt hat. Es wurde ein langer Abend, denn neben den vielen Fakten wurde noch rege im Anschluss diskutiert. Die Teilnehmer des Abends waren sich einig, man kann stolz sein auf den Maschinenbaustandort im Großraum Magdeburg. Es ist deshalb wenig verständlich, wenn dieser Entwicklung heute so wenig Bedeutung geschenkt wird. Klar ist auch die Tatsache, dass die Entwicklung vom „klassischen Maschinenbau“ früherer Zeiten zum „Sondermaschinenbau“ heute eine große Zukunftschance für die Region darstellt.

 
   Professor Neubauer stellt das Walzwerkbuch vor         Just und Neubauer beim Gespräch danach 

19.03.-22.05.2016

Die erste Ausstellung des laufenden Jahres in der Heimatstube Calbe wurde vom Kunstmaler Wolf­ram Schindler gestaltet. Wolfram Schindler, Jahrgang 1950, wurde in Magdeburg geboren, wuchs in Calbe auf und wohnt aktuell in Staßfurt. Das Interesse an der Malerei ist ihm fast in die Wiege ge­legt worden, denn er konnte eher malen als schreiben, wie er selbst berichtete. Schon als Kind war er von der Malerei und Grafik fasziniert. Dieses Interesse wuchs mit den Jahren stetig. Später be­suchte er Zirkel der Malerei und Bildhauerei, wie zum Beispiel beim blinden Bildhauer Darius Mal­kowski, der auch sein Mentor wurde. Er malt alles, was ihm gefällt, dazu gehören Landschaften, Tiere, Portraits von Menschen und Mystisches. In einer ausgelegten Mappe sind aber auch Arbeiten der Decken - und Wandmalerei zu sehen. Komplettiert wird das Ganze von Beispielen der digitalen Bildbearbeitung, die er ebenfalls beherrscht. Doch nicht nur der Maler Wolfram Schindler ist inter­essant, sondern der Mensch Wolfram Schindler an sich. Er hat mehrere Berufe gelernt und ist in der Welt herum gekommen. Man kommt schnell mit ihm ins Gespräch, neben der Malerei sind es auch handwerkliche und schöngeistige Dinge, Politik eingeschlossen. Letzteres hat er auch in einigen sei­ner Bilder festgehalten, die den Betrachter zum Nachdenken anregen. Wenn dann noch im Ausstel­lungsraum Musik im Hintergrund zu hören ist, kann sie u.U. von ihm selbst aufgenommen sein, denn ein weiteres Hobby von Wolfram Schindler ist das Musizieren. Am Keyboard verbringt er ebenfalls viel Zeit beim Spielen und Komponieren. Wessen Interesse jetzt geweckt wurde, der kann zu den üblichen Öffnungszeiten die Ausstellung noch bis 22.05.16 besichtigen. Übrigens ist der Maler selbst des Öfteren vor Ort um bei Fragen Rede und Antwort geben zu können

     
      Wolfram Schindler vor dem Ausstellungsplakat               Blick in den Ausstellungsraum                   Bilderläuterungen zur Eröffnung 
 

24.03.16                                                                                                                                Bilder vom 39.Traditionelles Bollwurstesen

 

                Die Ehrengäste des Abends      Ein "echter" ABV als Gast des Heimatvereins   Vfrd. Hädecke wird mit einem Orden ausgezeichnet      Aktivist R.Hädecke
 

08.04.16

Im Calbenser Blatt Nummer 3/2016 hatte ich unter der Überschrift „Gryf Bailer-Maler, Musiker, Visionär“ diesen Wahlbrumbyer vorgestellt und für seinen Vortrag zum Thema „Die Dreigliederung des sozialen Organismus“ geworben. Dieser Vortrag fand am 08.04.2016 in der Heimatstube Calbe statt. Wer nun mit einem Power Point Vortrag oder etwas Ähnlichem gerechnet hatte, wurde „enttäuscht“. Eine schlichte Schreibtafel, die von der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt wurde, reichte ihm. Er begann seinen Vortrag mit der Erklärung, wie er vor 25 Jahren zur Anthroposophie und den „Steinerschen Anschauungen“ gekommen ist. Ein Buch von diesem Rudolf Steiner aus dem Jahre 1919 war der Auslöser für die Beschäftigung mit dessen Erkenntnissen und Überzeugungen. Kurz nach dem Ersten Weltkrieg verfasst, beinhaltete es Kernpunkte der sozialen Frage in den Lebensnotwendigkeiten der Gegenwart und Zukunft. Im weiteren Verlauf des Vortrages legte Gryf Bailer die Grundprinzipien der Dreigliederung dar, als da sind: a. das Geistesleben b. das Rechtsleben und c. das Wirtschaftsleben. Im Geistesleben ist die Befreiung des Schul- und Bildungswesens von staatlicher Bevormundung eine zentrale Forderung und im Wirtschaftsleben eine Neudefinierung der Begriffe Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Jeder Bereich hat seine eigene Daseinsberechtigung, obwohl sie nur in der Vermischung bzw. Einmischung miteinander ihre Wirkung zei­gen. Dem Staat obliegt dabei nur die Wahrung des Rechtslebens. Bis zum Jahre 1924 wurde dieses Leitbild sogar in Unternehmungen umgesetzt. Danach wurde es durch Weltwirtschaftskrise und „Zweiter Weltkrieg“ in den Hintergrund gedrängt. Ganz aus dem Fokus geriet es aber nicht. Bailer erläuterte weiterhin die beiden zentralen Forderungen, die sich aus dem Leitbild ergeben, einmal die Trennung von Arbeit und Einkommen und zum anderen die Forderung, das Geld keine Ware ist. Einzig und allein die Fähigkeiten der Menschen sind das wirkliche Kapital und nicht das Geld. Angesichts der aktuellen Finanzkrise, die im Grunde genommen eine Bankenkrise ist, eine sinnvolle und logische Erkenntnis. Bei der abschließenden Diskussion zwischen Referenten und Gästen wurde die Frage in den Raum gestellt, wie man solche Erkenntnisse heutzutage praktisch umsetzen kann? So wurde von einem Zuhörer festgestellt, dass Geschichte eine gewisse Eigendynamik hat und „gutes Zureden“ bei weitem nicht ausreicht. Trotzdem meinte Bailer, dass die Zusammenhänge, obwohl sie bis heute nicht umgesetzt, topaktuell sind.

             Gryf Bailer bei seinem Vortrag         CD-Cover                     Gryf Bailer in seinem Domizil
 

28.05.-23.07.16                                                                                                                               

Es gibt Ereignisse, da passt alles zusammen, sowie zur Eröffnung der Fotoausstellung von Helga Mossbauer am 28.05.2016. Schon in der Vorbereitung deutete es sich an, dass es handgemachte Musik geben wird. Da Ehemann Raimund Mossbauer selbst Musiker ist, wollte die Familie alles selbst inszenieren. Als sich dann die „Neue Galerie zusehend mit Instrumenten füllte, wurde es ernst. Schon die musikalische Probe von Carlos Santana hörte sich verdammt gut an. Man darf nicht vergessen, die Band hatte nicht wirklich Zeit zum Proben. Als der Winterpart aus dem Zyklus „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi erklang, begann die eigentliche Eröffnung. Vereinsvorsitzender  Uwe Klammerklärte zu Beginn , dass ihm die musikalische Umrahmung an alte „Jugendtanzzeiten“ erinnerte. Dann ergriff Helga Mossbauer das Wort, beschrieb kurz ihren Lebenslauf und erläuterte dann das Zustandekommen der Fotos. Helga ist Jahrgang ’52 und in Barby aufgewachsen. Nach Berufsausbildung und Studium lebte und arbeitet sie in Wolfen und Dessau. 1982 zog sie mit ihrer Familie nach Mecklenburg. Sie wendet ihre Blickrichtung immer mehr zu „Mutter Natur“. Dort findet sie ein neues Betätigungsfeld. Ein „Nebenprodukt“ dieser neuen Orientierung wird die Naturfotografie, wo aktuell 31 Fotos in der Heimatstube zu sehen sind. Nach diesen sehr persönlichen Gedanken spielte die Band noch 2 Titel von Gitarrenlegende Carlos Santana. Die Zugabe war vehement gefordert worden, denn allen Anwesenden, egal zu welcher Altersgruppe sie gehörten, waren sehr angetan von den warmen Klängen. Alles in allem gestaltet sich die Eröffnung zu einem runden gelungenen Event, wie man heute neudeutsch sagt. Am Ende sah man viele zufriedene Gesichter, bei den Gästen, bei den Künstlern und bei den Vereinsfreunden und Betreibern der Heimatstube. Die tollen Naturfotos können ca. 7 Wochen in Augenschein genommen werden. Für Naturfreunde eigentlich ein Muss!

          Helga Mossbauer vor der Heimatstube          Die Band spielte Hits von Carlos Santana                 Helga erklärt ihre Bilder                     Blick in die Neue Galerie

26.04./27.05./24.06.16 

 An den oben genannten Daten fanden interessante Vorträge bzw. eine Buchlesung statt. Da war zum wiederholten Male Dr. Harro Tiemann Gastlektor bei uns, in diesem Fall berichtete er über seine Wolgaschiffsreisen, die ihn einige Male von Moskau nach Astrachan geführt hatten. Natürlich war im Vortrag auch der aktuelle Rußlandboykott ein Thema.

Als zweiter Referent trat ebenfalls zum wiederholten Male unser Vereinsfreund Dieter Steinmetz in Aktion. Er hatte sich bei seinem Diatonvortrag den kulturgeschichtlichen und architektonischen Besonderheiten unserer altehrwürdigen Stadtkirche „Sancti Stephani“ verschrieben. Von den zahlreichen Zuhörern waren leider nur wenige von der evangelischen Kirchengemeinde anwesend. Insgesamt wieder ein faktenreicher Vortrag.

Zum ersten Mal war Ulrich Heuer Gast in der Heimatstube. Er hatte sich vor vielen Wochen für eine Buchlesung mit dem Titel „Mallorca hin und zurück-Geschichte einer Auswanderung“ angemeldet. Die Geschichte dieses „Hin und Her“ hat er zusammen mit seiner Frau selbst erlebt und nach seiner erneuten Rücksiedlung nach Deutschland als Buch aufgeschrieben. Alles hat er jedoch nicht verraten, das erfährt man nur durch das Buch. 

                  Dr. Klaus Harro Tiemann                Vereinsfreund Dieter Steinmetz                              Ulrich Heuer
    

30.07.-24.09.16

„Spiel & Ordnung“ so heißt der Titel der dritten Ausstellung, die in diesem Jahr in der Heimatstube gezeigt wird. Die Künstlerin kommt aus Calbe und heißt Jutta Gampe. Irgendwie war es mal wieder Zeit für diese Art Heimspiel. Jutta Gampe ist in der Calbenser Kunstszene, wenn ich es einmal so bezeichnen darf, keine Unbekannte. Eine eigene Ausstellung in der Heimatstube hatte sie schon einmal vor vielen Jahren, also war die Zeit längst mal wieder ran. War Jutta in der Vergangenheit hauptsächlich als Malerin in Erscheinung getreten, so zeigt sie in dieser Ausstellung auch ihr Talent in Sachen Fotografie. Dabei bedient sie sich keineswegs teurer Fotoapparate und keinerlei Bearbeitungsprogramme, sondern sie verwendet eine einfache Automatikkamera. Bei der Motivwahl ist sie sehr eigen, es muss nicht das Postkartenmotiv sein, sondern Jutta hat einen Blick für Details ihrer näheren Umgebung, für bizarre Formen, die noch dazu sehr farbintensiv sein können. Diese Einzelaufnahmen fügt sie zu Montagen zusammen, und es entstehen neue eigenständige Bilder, die den Betrachter regelrecht fesseln. Aber auch ihre Bleistiftzeichnungen sind was Struktur und Form anbetrifft sehr komplex und ziehen den Betrachter in ihren Bann. Die Aquarelle dagegen sind eher locker und beschwingt und verraten, dass Jutta auch diese Maltechnik gut beherrscht. Alle Bilder, Fotomontagen, Zeichnungen und Aquarelle, haben keine Untertitel. Das hat natürlich seinen Grund. So wie Jutta Strukturen, Formen und Farben für sich sprechen lässt, so wenig will sie mit der Benennung einen Rahmen oder eine Erklärung vorgeben. Das bleibt der Fantasie des jeweiligen Betrachters vorbehalten. Was an diesem Eröffnungstag jedoch bewußt ausgesucht wurde, war die musikalische Begleitung. Dazu hatte Jutta Andy Schneidewind gebeten, klassische Kompositionen mit der E-Gitarre zu interpretieren, was vorzüglich gelang. Alles in allem viel Kreativität und Fantasie, was den Besuchern bei der Eröffnung geboten wurde.

              Jutta Gampe                 Ein Teil der Fotomontagen             Erläuterungen während der Eröffnung

21.08.16

Wenn im kommenden Jahr das Jubiläum „500 Jahre Reformation“ begangen wird, könnte es eng werden in Wittenbergs Straßen und Sehenswürdigkeiten. So entschloss sich der Heimatverein für die diesjährige Busfahrt Wittenberg als Reiseziel anzusteuern. Das dortige Tourismusbüro hatte dazu ein interessantes Programm zusammengestellt. Ende August starteten 55 Vereinsfreunde und Gäste in Richtung Wittenberg. Auf der Hinfahrt gab Vereinsfreund Dieter Steinmetz einige Erläuterungen in Sachen Reformation allgemein und insbesondere der Entwicklung in Calbe. So wurde man regel­recht auf das Thema Reformation eingestimmt. In Wittenberg angekommen, unternahmen die Teil­nehmer eine Stadtrundfahrt durch die attraktive Altstadt. Nach dem Mittagessen folgten Führungen durch die Stadtkirche „St. Marien“ und durch die Schlosskirche. Dabei waren die Themen Martin Luther und die Reformation allseits präsent. In der anschließenden Freizeit mit eigenen Gestaltung, konnte sich jeder in der Innenstadt umsehen. Zahlreiche Cafes und Restaurants luden zum Verwei­len ein. Im Gepäck wird wohl so mancher einen Ablasbrief, den man vorort erwerben konnte, mit nach Hause führen Darin heißt es u.a ZA:“In Vollmacht aller Heiligen und in Erbarmung gegen Dich, absolvire ich Dich von allen Sünden und Missethaten und erlasse Dir alle Strafen auf ein Jahr. Anno 2011- In nomine Cardinalis Albrechti“ ZE Man weiß ja nicht, wofür er mal gut ist? Apropos Reformation, Anfang 2017 wird es eine Ausstellung zum Thema „500 Jahre Reformation“ in der Heimatstube geben.

        Der Markt von Wittenberg als Spiegelbild                       Vor der Stadtkirche               Erklärungen in der Schlosskirche

In der diesjährigen Veranstaltungsreihe der Heimatstube Calbe war wieder ein äußerst interessanter Naturvortrag platziert worden. Organisator, wie immer, die Ortsgruppe Calbe des Naturschutzbundes. Als Referentin konnte die Wildbiologin Antje Weber aus Gardelegen gewonnen werden. Von Beginn an zog die engagierte junge Wissenschaftlerin die Zuhörer in ihren Bann. Grundlage ihrer Arbeit ist das sogenannte Wildtiermanagement, was früher unter Wildbiologie bekannt war. Alles basiert auf europäische Rahmenrichtlinien, die entsprechend modifiziert, in den jeweiligen Bundesländern zur Anwendung kommen. Das wichtigste Instrument dabei ist das aktive und passive Monitoring. Einfach gesagt, es werden regelmäßig bestimmte Tierarten beobachtet, Informationen zum Verhalten, zur Reproduktion usw. gesammelt und ausgewertet. Die Ergebnisse dieser Nachforschungen werden für die Erarbeitung von Schutzkonzepten verwendet und an die EU weiter gegeben. Neben dem Iltis, über den die Biologin ihre Doktorarbeit geschrieben hat, gehören noch Wolf, Fischotter und Biber zu ihren Beobachtungskandidaten. Dem Biber geht es gut, Wolf und Fischotter so la la und dem Iltis mehr schlecht als recht. Die letzten drei Tierarten wurden an diesem Abend speziell unter die Lupe genommen. Der Wolf ist in Deutschland aktuell mit 31 Rudeln (rund 250-300 Tiere) präsent. Ihm wird sein Dasein nicht gerade leicht gemacht. Jeder tote Wolf wird wie ein Kriminalfall behandelt und eine nachgewiesene absichtliche Tötung ist eine Straftat. Noch muss der Wolf mit vielen Vorurteilen kämpfen, doch er gehört im Endeffekt hier her. Der Fischotter wird zu oft ein Opfer des Straßenverkehrs, ist aber auf einem guten Weg, er wird immer präsenter. Anders dagegen der Iltis, dessen Population bei uns rückläufig ist. Das hat viele Ursachen und reicht von fehlenden Korridoren, zu oft gemähten Flächen und besonders an den verschiedensten Umweltgiften, wie PCB u. dgl. Zum Ende ihres Vortrages bat die sympathische Tierfreundin die Anwesenden um aktive Mitarbeit, wenn es zum Kontakt mit den oben genannten Tieren kommt. Tote Tiere sollten unbedingt gemeldet werden. Dazu gibt es Kontaktadressen beim Nabu oder gleich das Büro von Frau Weber in Gardelegen OT Jeggau informieren(Tel.0152-04784349). Noch ein Tipp der Expertin, größere Wildtiere können oft einschätzen, welche Absichten der Mensch hat. Okay, das lassen wir mal so stehen.

16.09.16

 

     Bestimmen von Fußspuren          Wildbiologin A.Weber beim Vortrag                Der Nabu Calbe sagt Dankeschönf

 

Ferienspiele in den Herbstferien 2016

In den Herbstferien 2016, die vom 03.10.-14.10.16 reichten, gab es eine intensive Zusammenarbeit zwischen dem Hort der Lessinggrundschule und dem Heimatverein Calbe. Als Programmthema hatten sich die Horterzieher den Begriff “Heimat“ ausgewählt. Dabei stand im Mittelpunkt das Kennenlernen von Sehenswürdigkeiten der Stadt und Region, wie Roland, Bismarckturm und andere. Im Vorfeld wurde der Heimatverein um Unterstützung gebeten. Im Ergebnis gab es dann im Wechsel Aktionen in der Heimatstube, Wanderungen zum Wartenberg, Aktionen in der Grünen Lunge und sogenannte Schatzsuchen. Die beteiligten Kinder hatten täglich ein interessantes Programm zu absolvieren. Abschluss bildete dann eine Schleusenfahrt mit der „Saalefee“ nach Bernburg. Uns als Heimatverein hat es jedenfalls viel Spaß bereitet, weil es in unserem ureigensten Interesse liegt, das junge Menschen ihre Heimat kennenlernen. Getreu dem Motto: „Warum in die Ferne schweifen, sieh das Gute liegt so nah“! Mag das Handy oder das Tablet ach noch so modern und in sein, eine praktische Erfahrung, die man selber erlaufen oder erkunden muss, ist allemal wertvoller und einprägender. In diesem Sinne bis zum nächsten Mal.

            Der Wartenbergturm ist erklommen          Heimatgeschichte mit Reinhard Hädecke                     Der Schatz ist gefunden   Abschlussaufnahme vor der Stube

 

16.11.+18.11.16

Als Vereinsfreund Reinhard Hädecke im Frühjahr 2016 mit der Information an die Öffentlichkeit ging, dass er ein Buch geschrieben hat, waren die anderen Heimatfreunde nicht besonders überrascht. Irgendwie war das abzusehen gewesen. Viele Jahre hatte Reinhard ja im Stadtarchiv Calbe eine „zweite Heimat“ gefunden, wo er intensiv alte Zeitungen nach interessanten Geschichten und Informationen über seine Heimatstadt durchforstete. Diese Erkenntnisse sammelte er und es entstanden heimatgeschichtliche Vorträge, wie: „Die Entwicklung des Handballsports oder der Kleingärten in Calbe“ und “Die Geschichte des Storchplatzes“. Mit diesen Vorträgen erntete er viel Lob bei seinen Vereinsfreunden und interessierten Bürgern. Und nun ein Buch. Okay, warum nicht. Er bat im Verein um Unterstützung und er bekam sie, in Form von Schreibarbeiten, Fotos und ein Heimatfreund schrieb das Vorwort. Mit einer kleinen Druckerei in Glinde war er sich ebenfalls schnell einig. Am 16.November 2016 war es dann soweit, das Buch mit dem Titel „Gedichte und andere Reimereien aus, über und um Calbe“ „ wurde in der Heimatstube dem werten Publikum präsentiert. Schon beim Verteilen der entsprechen Plakate mit der Ankündigung der Veranstaltung, gab es viel Lob von Bürgern der Stadt. Reinhard schien richtig beliebt zu sein. Diese Beliebtheit spiegelte sich auch in der Teilnehmerzahl zu besagter Buchvorstellung wieder. Die „Neue Galerie“ platzte aus allen Nähten. Damit hatten wir wirklich nicht gerechnet. Mittlerweile lag das Buch als Geschenk unter vielen Weihnachtsbäumen. Diese positive Entwicklung ist doch ein deutliches Zeichen dafür, dass noch vielen Bürgern Heimatliebe und Heimatverbundenheit etwas bedeutet. Zum diesjährigen Neujahrsempfang wird Reinhard Hädecke zu den Geehrten gehören, was völlig legitim ist. Ich glaube, wir werden in Zukunft noch so manches Typisches von Reinhard hören bzw. lesen können. Darauf kann man schon heute gespannt sein. Das Buch übrigens kann man in der Heimatstube und bei Frau Picht im Geschäft kaufen.

      R.Hädecke bei der Vorstellung seines Buches        Zahlreiche Bücher mußten signiert werden                Bucheinband        Mit Walkstein und Buchmann ins Mittelalter

Es ist mittlerweile Tradition in der Veranstaltungstätigkeit in der Heimatstube die Angebote der Bildungsakademie des Salzlandkreises zu nutzen. Mindestens einmal pro Jahr werden Silke Walkstein und Lars Buchmann eingeladen. Mitte November 2016 war das letztmalig der Fall gewesen. Aus dem reichhaltigen Programmangebot hatte sich der Heimatverein für den Vortrag „Hexen, Ketzer, Kräuterweiber-die dunkle Welt des Mittelalters“ entschieden. Zu Beginn des Vortrages wiesen die Referenten darauf hin, das Mittelalter sei mehr als die im Titel lesbaren drei Stichwörter. Bekanntlich dauerte diese Geschichtsepoche vom 5. Jht bis zum 15. Jht, also eine Zeitspanne, in die auch die frühe Entwicklung unserer Stadt reicht. Am Ende des Vortrages wurde darauf hingewiesen, dass es im Mittelalter wegweisende Entwicklungen auf den Weg in die Moderne gab, bspw. die Gründung von Universitäten, das Entwickeln der Städte, von Handel und Handwerk. Die Vortragsserie wird auch 2017 fortgesetzt.

Weihnachten in der Heimatstube (27.11.16-06.01.17)

Mittlerweile Tradition, wurde die Heimatstube wieder als Weihnachtsspielwiese umgestaltet, der Herrnhuter Stern in die Durchfahrt gehängt und auch der Treppenbereich weihnachtlich dekoriert. Hauptakteure dabei waren Frau Martina Thiele und Frau Marion Klamm. Zum bewährten Spielzeug, Eisenbahnplatte und dgl. mehr, kamen einige Neuanschaffungen. Am Ersten Advent wurde die Spielwiese eröffnet und stand ab diesem Tage großen und kleinen Besuchern offen. Der erste Kita vor Ort waren die Teichspatzen aus Brumby und ihnen folgten Gruppen der Kitas Märchenland, Haus des Kindes, Sonnenschein und der Hort. Erst wurde im Vereinszimmer das Thema "Weihnachten vor 100 Jahren" dargelegt, inklusive Weihnachtsgeschichte und dann konnte nach Herzenslust gespielt werden. Zum Weihnachtsmarkt war das Haus besonders voll und die Vereinsfreunde hatten gut zu tun. Das "Speckkuchenessen" im Hotel zur Altstadt fand ebenfalls gute Resonanz. Eine Mutti und ihre Tochter haben unser Spielangebot besonders oft genutzt, sie waren beide sieben Mal unsere Gäste. Ein schöneres Kompliment gibt es nicht. Sogar noch am 09.01.2017 wollten Kinder bei uns spielen, leider zu spät.

            Bollenkönigin Bettina I. als Gast         Hoh-hoh-hoh, der Weihnachtsmann ist da   Eine Kindergruppe der Kita "Haus des Kindes"  Familie Groechel fand es besonders schön bei uns

 21.01.2017

Nach 5 Jahren Pause gab es am 21.01.2017 ein Wiedersehen mit der Hobbyfotografin Agnes Schulz aus Schönebeck in der Heimatstube. In Schönebeck wohnt sie im Ortsteil Frohse, was in der aktuellen Ausstellung auch thematisch eine vorrangige Rolle spielt. Warum? Ganz einfach, weil alle Fotografien der Ausstellung im Umkreis von 500 Metern um die Wohnstätte der Familie Schulz entstanden sind. Das sind konkret der Frohser Hafen, der dortige Schrottumladeplatz, der Elbuferbereich und der häusliche Bereich, die reichlich Motive bieten. Bei einigen Fotografien wurde A.Schulz wiederum ihrem Ruf gerecht, Unauffälligem in den Fokus der Betrachtung zu stellen. So gibt es Makroaufnahmen von Tulpenblättern oder von silbernem Besteck. Beim Erklären der Motive macht die ruhige und sympathische Frau nicht viel Worte, es ist ebenso. Zusätzlich zu den Fotos gibt es noch spezielle Fundstücke zu sehen, die im Uferbereich der Elbe so rumlagen und bei Schulzes ein neues Zuhause fanden. Eine kreative Ergänzung des Ganzen. Den musikalischen Teil der Eröffnung übernahm der Gitarrist Daniel Jaffke aus Barby.

              A.Schulz in Pose vor dem Plakat          Strandgut real und als Bild festgehalten       Richtig gut geworden das aktuelle Fotoalbum
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               Wolf Stein bei der Einführung                   Die Lesung war gut besucht

24.02.2017

Nach 2012 und 2014 war der Magdeburger Autor Wolf Stein Ende Februar 2017 zum dritten Mal Gast in der Heimatstube Calbe. War er die ersten Jahre noch viel in der Welt unterwegs gewesen und hat Material für seine Bücher gesammelt, so ist er in dieser Beziehung etwas bodenständiger geworden. Seit 3 Jahren hat er seine Liebe für die Region Mecklenburg und da insbesondere für die Feldberger Seenlandschaft entdeckt. In Fortsetzung des Romans „Der Praktikant“ heuerte er für 3 Monate als Fährmann einer handbetriebenen Personenfähre am „Schmalen Luzin“, den er im neuen Buch „Juwelin“ nennt, an. Was er dort am See in dieser wichtigen Position so alles erlebte, beschreibt er in dem Roman „Der Fährmann“. Eingebettet in wilder Natur beschreibt er alltägliche Erlebnisse, die er mit den Einheimischen vor Ort, Touristen und seiner Liebe erfährt. Er schafft es, den Blick auf scheinbar Nebensächliches und Unauffälliges zu richten. Das Ganze würzte er im Hintergrund mit selbstkomponierter Musik und reizvollen Fotos. Den Gästen der gut gefüllten Heimatstube hat es gefallen, zumindest waren die Reaktionen durchweg positiv. Wolf Stein ist jedenfalls seiner Rolle als Sympathieträger, wie die letzten beiden Male, auch an diesem Abend gerecht geworden.

25.03.2017

Die aktuelle Ausstellung in der Heimatstube ist mit der Thematik “Kunst & Ge­sellschaft“ betitelt. Aus der Sicht des ausstellenden Künstlers kein Widerspruch und eigentlich auch so gewollt. Gryf Bailer, so heißt er, hat diese Überschrift bewusst gewählt. Er selbst ist Jahrgang 1959, Musiker seit 1975, Maler seit 2004, dann noch Freier Journalist und Dokfilmer seit 2003. Seit gut 8 Jahren hat er seinen Lebensmittelpunkt von Dortmund nach Brumby verlegt und pendelt ab und zu mal mit seinem 1974er Trabi zwischen den Regionen. Während der Ausstel­lungseröffnung am 25.03.2017 erlebten die anwesenden Kunstfreunde den Musiker live als sogenannte Einmanband mit alten Bluestiteln. Im Netz ist er unter dem Pseudonym Eddi Outcast zu hören. Dann folgten die Erläuterungen zu den Teilbereichen Gesellschaftsgestaltung und Malerei. Zu beiden eigenstän­digen Bereichen sind zahlreiche Gegenstände zu sehen, darunter diverse DVD’s mit gesellschaftsgestaltenden Thematiken, spezielle Publikationen und 71 Bilder, die der Maler Gryf Bailer selbst geschaffen hat. Ein Großteil dieser Ausstel­lungsmaterialen kann übrigens käuflich erworben werden. Am Ende der Vernissage konnte man viel Lob hören über einen kreativen und streitbaren Künstler, der selbst auch Malerkurse anbietet.

 

                       Gryf und sein Trabi                     Eddi Outcast in action o           Der Maler erklärt seine Bilder

17.03./ 06.04./ 25.04.17

      Jochen von Nathusius während des Vortrages            Archäologie der Region toll erklärt   Margitta u. Klaus Harro Tiemann mit seinem Lehrer

Am 17.03.2017 gab es ein Wiedersehen mit dem Familienchronisten Jochen von Nathusius in der Heimatstube Calbe. Nach fast 2 Jahren Pause und wenn man so will, bald zeitgleich mit Marie’s 200. Geburtstag (10.03.2017), hielt er Teil 2 dieser Familiensaga in Calbe. Jochen von Nathusius betonte anfänglich, dass Maries Leben besonders durch den Tod ihrer gleichnamigen Tochter 1845 beeinflusst wurde. Sie hatte mit deren Tod einen Fixpunkt im Himmel und somit selbst keine Angst mehr vor dem Sterben. Bevor jedoch die Kinder und Enkelkinder konkret in den Blickpunkt gelangten, beleuchtete er das Leben von Carl Scheele, dem Lieblingsbruder von Marie. Er war Pfarrer in Eickendorf und Zens, Eggersdorf und Schönebeck und auch in Wuppertal gewesen und später Lehrer. Einige Jahre hatte Marie ihm den Haushalt geführt. Von den Kindern sind besonders die Söhne Philipp II und Martin von ihr geprägt worden. Dabei hob der Referent das Leben von Philipp II’s Tochter Annemarie hervor, die als Salonkommunistin und Schriftstellerin brennende Themen der Zeit in ihren Büchern verarbeitete. Weitere Enkelkinder wurden Diakonissen und sogar einer ein SS-Führer. Vieles in dieser familiären Entwicklung ist vom Krieg geprägt worden, denn 7 Enkelsöhne von Marie sind im Krieg gefallen. Am Ende des Vortrages war man immer noch nicht durch und so wird es einen Teil 3 geben.

Dass Archäologie alles andere als uninteressant und langweilig ist, bewies der Archäologe Andreas Neubert mit seinem Vortrag in der Heimatstube. Obwohl er in Halle wohnt, schlägt sein Herz für das Bernburger Land, welches aus archäo­logischer Sicht regional und überregional ein wertvolles Gebiet darstellt. Be­dingt durch die guten naturräumlichen Voraussetzungen(flachwellige Land­schaft, Trockenklima, fruchtbarer Ackerboden) siedelten schon recht früh Men­schen in dieser Region. Besonders intensiv ist das für die Zeit ab 5000 v. Chr. nachweisbar. Den Nachweis erbringen u.a. sogenannte Denkmalgruppen, die zur Bestattung der damals lebenden Menschen über Jahrtausende dienten. Das sind zum einen große Grabhügel, wo Steinkisten inne wohnten und zum anderen Großsteingräber, die auch Hünengräber oder Megalithgräber genannt werden. Im benannten Gebiet sind zahlreiche dieser Denkmale vorhanden. A. Neubert zeichnete in seinem Vortrag die Entwicklung der Funddeutung aus diesen Grä­bern, die schon im Mittelalter ohne echtes Hintergrundwissen begann und mehr als Schatzsuche bezeichnet werden muss. Erst mit Beginn des 19. Jht. konnte die moderne Archäologie Antworten geben und zeitliche Einordnungen der Kulturen vornehmen. Um das wertvolle Wissen dieser Denkmale zu erhalten und weiter zu geben, hat sich vor 14 Jahren der Verein „Arbeitskreis Archäologie im Bernburger Land e.V.“ gegründet. So stellen Herr Neubert und 10 weitere Mitglieder Hinweisschilder auf, bieten Exkursionen an und suchen den Kontakt zu anderen Vereinen und offizielle Stellen. Der Heimatverein Calbe bekam auch ein Angebot und nimmt es gerne an!

Zum wiederholten Male konnten wir Ende April 2017 Dr. Klaus Harro Tiemann als Referenten in der Heimatstube begrüßen. Im Gepäck hatte er seinen aktuellen Vortrag über den fünften Kontinent dieses Erdballs-Australien. In Perth begann die Reise und führte über Ayers Rock zum größten Korallenriff der Welt um dann wieder in den Süden nach Melbourne und Sydney. Der Vortrag war eine Mischung von Geschichte, Sehenswürdigkeiten, Naturschönheiten und kulinarischen Besonderheiten dieses gewaltigen Landes. Schließlich ist Australien 22 Mal größer als Deutschland.

13.04.17

Zum 39. Mal fand zu Gründonnerstag das „Traditionelle Bollwurschtessen“ des Heimatvereins Calbe (Saale) e.V. statt. Der Austragungsort war wieder das „Hotel zur Altstadt“, das ja bekanntlich mittlerweile „Akropolis“ heißt, also ein griechisches Lokal ist. Man muss aber sagen, dass sich die Calbenser Bollen gut mit den griechischen Säulen und anderen Dekorationen verstanden. Der Einladung des Heimatvereins waren gut 60 Teilnehmer gefolgt, darunter einige Ehrengäste. Die Bollwurscht von Firma „Eichholz“ aus Schönebeck mundete vorzüglich. Dazu gab es jede Menge Humor und Zauberei von Fredi Fröhlich und Reinhard Hädecke. Der Verein bedankt sich bei allen Mitwirkenden, bei Firma Eichholz und bei der Mannschaft des Restaurants „Akropolis“. Nun kann Bollwurschtessen Nummer 40 folgen. Übrigens heißt Bollwurst auf griechisch KREMIDOLOUKANIKO 

           Fredi Fröhlich Comedy vom Feinsten        Die Ehrengäste des 39. Bollwurschtessens                     Blick in den Gästeblock

MDR in Calbe

Nach 1998 und 2006 war die Sendung „Unterwegs in Sachsen-Anhalt“ zum dritten Mal Gast in Calbe. In der Woche vom 24.04. bis 28.04.2017 drehte das Fernsehteam an verschiedenen Standorten der Stadt. Im Vorfeld hatte sich der Regisseur und Autor Michael Straube mit Heimatfreunden über den möglichen Ablauf unterhalten. Man wurde sich schnell einig, dass die Region in Saalenähe im Mittelpunkt stehen sollte. Am Sonnabend, den 27.05.2017 wird dann die Folge „Auf dem Saale-Radweg-Erkundungen zwischen Nienburg und Barby“ im MDR ab 18.15 Uhr gezeigt.

                  Drehort Alter Friedhof                      Drehort Heimatstube                        Drehort Marktplatz